Zwischen Pflege, Berufung und Identität

Shownotes

Zwischen Pflege, Berufung und Identität

Michael Weber, gelernter Krankenpfleger und bis April 2026 Vorsitzender von Team Innovative Pflege e.V., nimmt uns mit auf seinen Weg durch die Pflege – von praktischer Arbeit bis zu Innovation durch Digitalisierung. Wir sprechen über den Wert sozialer Berufe, die Zukunft der Pflege mit KI und Robotik und die Frage, was „Caritas“ wirklich bedeutet.

Doch im Kern geht es um mehr: Identität, Glaube und die Erkenntnis, dass unser Wert nicht aus Leistung kommt.

Du bist nicht dein Beruf – du bist geliebt, gewollt und berufen.

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00:00:00: Ich bin schon entsetzt auf was wir dazusteuern.

00:00:03: Also es wird ein Heimesterben geben, es wird einen Pflegedienst sterben geben weil einfach kein Personal mehr da ist.

00:00:08: dass zwanzig dreißig fünfhunderttausend Pflegefachkräfte wählen werden.

00:00:12: das ist nicht fünf vor zwölf ist nicht fünft nach zwölfe sind vierzig nach zwelfen.

00:00:18: Es gibt Geschichten die verändern etwas Nicht laut sondern leise und dafür umso tiefer.

00:00:25: Die Geschichte meines heutigen Gastes war genau so ein Moment für mich Ein Moment der mich nicht mehr losgelassen hat.

00:00:33: Und ganz ehrlich, ohne ihn gebe es diesem Podcast nicht!

00:00:37: Heute ist er hier, Michael Weber.

00:00:40: und das Besondere ist... Er isst kein Promi, keine große Bühne, er isst jemand wie du und ich.

00:00:47: und genau darin liegt die Kraft seiner Geschichte Denn es ist nicht nur seine Geschichte Es ist auch deine Weil genau dort wo du gerade stehst in deinem Beruf In deinem Alltag In deinem Leben, Gott will dich gebrauchen.

00:01:03: Nicht irgendwann nicht erst wenn alles perfekt ist sondern jetzt durch dich mitten im ganz normalen.

00:01:10: wir sprechen über Pflege über Herausforderungen und Über Hoffnung und Veränderung aber vor allem über das was darunter liegt Identität Glaube und die Frage wer wie wirklich sind.

00:01:22: also bleibt dran.

00:01:24: vielleicht ist diese Folge näher in deinem leben als du denkst.

00:01:31: Lieber Michelle, schön dass wir hier sein können bei dir.

00:01:36: Vielleicht stellst du dich unseren Zuhörer mal vor.

00:01:39: Wo kommst Du ursprünglich her?

00:01:41: Wie und wo bist Du aufgewachsen?

00:01:45: Bin der Michael Weber oder Michel genannt bin jetzt bald dreieinfünfzig Jahre alt und eigentlich komme ich aus dem Schwäbischen.

00:01:52: Bin im Schworbeländler aufgewachsen, lebe jetzt seit nineteen neunundneinzig in Darmstadt und ja bin jetzt eigentlich Walhesse.

00:02:01: Und ja, ich bin durch Studium nach Darmstadt gekommen.

00:02:06: Als Krankenpfleger habe ich dann irgendwann gemerkt, dass ich mich weiterbilden will und war dann Ende der Neunziger auf dem... ...auf der Suche nach einer Perspektive in welche Richtung es gehen kann und hab dann hier in Darmstad Pflegewissenschaften an der Fenkkelischen Hochschule studiert.

00:02:24: Ja denn würde ich mir gerne mal wissen wie es dazu kommt das du deinen Beruf ausgewählt hast?

00:02:33: Also, ich bin eigentlich wie klassisch so erdrutschartig in die Pflege geraten.

00:02:38: Ich habe nach der höheren Handelsschule Kaufmännisches Berufskolleg hieß das eigentlich keine Idee gehabt was ich machen soll und mir schrieb kein klares Bild von dem Beruf vor.

00:02:51: und dann habe ich gedacht ja ich mache erstmal Zivildienst und bin dort eigentlich gar nicht geplant in Pflege reingerutscht hab dann ambulante Pflege gemacht und hab dann festgestellt, genau das ist es was ich machen möchte.

00:03:04: Das hat mich irgendwie motiviert und habe dann gleich nahtlos nach meinem Zivildienst damals in dem Kreiskrankenhaus vor Ort, da wo ich aufgewachsen bin, meine Krankenpflegerausbildung angefangen.

00:03:17: Ich bin eigentlich quasi durch das Entdecken des Berufs aus einer Gelegenheit heraus in den Beruf rein.

00:03:24: Und wie kommst du zu Caritas?

00:03:27: Ja, wo die Karitas ... das ist ein Umweg.

00:03:29: Also was heißt eine Umweg?

00:03:31: Das war ja erst später.

00:03:32: Ich habe dann meine Ausbildung gemacht in diesem Kreiskrankenhaus.

00:03:36: Hab dann noch ein paar Jahre gearbeitet und hab mich für das Studium entschieden.

00:03:40: Und hab dann erstmal im ambulanten Pflegedienst gearbeitet... und dann sechs Jahre bei der Diakonie in einer großen Behindertenhilfe-Einrichtung während dem Studium erst im Wohngruppendienst.

00:03:51: Hab dort auch die Arbeit mit Menschen mit geistigen und körperlichen Einschränkungen tiefer kennengelernt und bin dann dort nach dem Studium in die Fachdienstleitung gegangen für einen Fachdienste, der sich um die Pflegeaufgaben in dieser großen pädagogischen, halbpädagogische Einrichtung gekümmert hat.

00:04:08: Wo ich aber gemerkt habe dass eigentlich der Weg eher in der alten Hilfe ist, strategisch langfristig für mich so vom Studienprofil zu der Zeit hab ich mich dann beworben zur ersten Caritas-Stelle.

00:04:22: das war damals im Bistum Würzburg in Aschaffenburg bin dort als Pflegedienstleitung eingestellt worden, habe dort dann auch gearbeitet und als stellvertretende Einrichtungsleitung in einem sehr großen Pflegeheim.

00:04:35: Und das war ich mein Beginn generell bei der Caritas in Deutschland und bin dann nach dreieinhalb Jahren gewechselt in den Caritasverband nach Darmstadt also im Grunde genommen seit überlegen zwei tausend sieben bei der Karitas insgesamt Und seit Jahrzehnte bei der Caritas in Darmstadt.

00:04:59: Jetzt, wenn ich richtig bin korrigibisch... Wenn ich falsch liege kommt ist ja Caritas aus dem Lateinischen heißt übersetzt nächsten Libo.

00:05:09: Genau so wird es meistens übersetzt.

00:05:12: Es gibt ganz viele Übersetzungen Also eine sehr theologische Übersetzung.

00:05:18: das kommt sehr dem Agapegleich also dieser Hingebungsvollen uneigennützigen Liebe, manche übersetzen es auch mit Barmherzigkeit.

00:05:28: Aber alles zeigt ja an sich der Name, zeigt ja in die gleiche Richtung.

00:05:34: Das ist ein Dienst in der BarmHerzigkeit, in der liebevollen Zuwendung.

00:05:38: und der verstorbenen Papst den ich auch als Protestant sehr geschätzt habe, den Papst Franziskus, der in seiner ersten Antrittsrede an die Caritas weltweit gesagt Die Caritas ist an den Rändern der Gesellschaft zu Hause.

00:05:55: Das es euer Auftrag geht, an die Ränder der Gesellschaft.

00:05:57: und das hat mich nochmal bestätigt und bewegt dass eben wir nicht wegen dem Geld verdienen im Sozial-Business da sind sondern dass wir einen Auftrag haben.

00:06:09: deswegen finde ich auch heute immer noch den Begriff Caritas als den richtigen.

00:06:15: und ja und ich komme ja auch aus einem diakonischen Bereich bei der Diakonie Der Begriff des Diakonos ist ja auch ein ganz klar christlich orientierter Wert, der hinter dem Namen steht.

00:06:28: Aber bei Caritas, wie du sagst, ist es eben liebevolle Zuwendung beim Herzlichkeit nächsten Liebe.

00:06:36: Du sagst das der Papst gesagt hat Die Ränder der Welt.

00:06:41: Wie verstehst du das für dich?

00:06:43: Weil die Ränder in der Welt kann ja von uns aus gesehen sein

00:06:47: Er hat ja gesagt, die Ränder der Gesellschaft.

00:06:50: Man kann natürlich auch an die Render der Welt gehen.

00:06:52: Beides ist in der Caritas zu Hause.

00:06:54: es gibt Caritas international und Caritas ist weltweit aktiv.

00:06:59: aber wenn wir jetzt mal Deutschland betrachten, die Rentner der Gesellschaft sind die Hilfesuchenden.

00:07:05: Caritas is the größte Arbeitgeber in Deutschland mit über sixhundert fünfundzwanzig tausend Beschäftigten.

00:07:12: Ist aber nicht eine große Firma sondern das sind viele Orts- und Bezirkskaritasverbände, die wieder selbstständig organisiert sind als Vereine.

00:07:20: Aber unter dem Dach der deutschen Karitas des Deutschen Karitasverbandes ist es die größte Firma eigentlich in Deutschland.

00:07:28: Die machen ja nicht nur Pflege oder?

00:07:30: Nein

00:07:31: also wir machen eigentlich alles.

00:07:33: Also wir haben auch Krankenhäuser ein paar vereinzelte.

00:07:36: Wir haben Pflegeeinrichtungen ambulante Pflege.

00:07:38: Wir haben aber auch Frühförderung für Menschen mit Also für entwicklungsgefährdete Kinder und Säuglinge.

00:07:43: Wir haben Suchtberatung, wir haben suchtfachkliniken Reha-Einrichtungen... ...wir haben Schuldnerberatungen, Migrationsberatungs-, Ehe- und Familienderratungen.

00:07:54: Es ist ein ganz breites Feld.

00:07:55: Wir sind eigentlich in allen Hilfeformen unterwegs.

00:07:59: Wir machen Kinderheimen, betreiben wir Kinder- und Jugendarbeit, Kinder-und Jugendhilfe.

00:08:05: Das ist ein unheimlich breitesfeld wo wir unterwegs sind.

00:08:11: an alle Sozialarbeiter, Erzieher und so weiter Leute die in der Pflege arbeiten wollen wenn er einen Job sucht.

00:08:19: Die Karitas!

00:08:21: Kann man sich auf alle Fälle bei uns mal umgucken?

00:08:24: Und wir suchen händeringend wie jede Hilfsorganisation suchen Händering Menschen, die sich in den Dienst für Menschen stellen.

00:08:31: Das ist so.

00:08:32: ja

00:08:33: Warum sollten Menschen gerade heute in soziale Berufe gehen?

00:08:38: Sie sollten immer schon in sozialen Berufen gehen was heißt sollten.

00:08:41: Also ich glaube, dass das Elend in Deutschland zunimmt.

00:08:44: Aktuell weltweit aber auch in Deutschland.

00:08:48: Wir sehen natürlich auf Krisenherde weltweit aktuell wo das Leid besonders offensichtlich ist.

00:08:54: Aber das versteckte Leid auch in unserem Land ist sehr groß und wächst.

00:08:58: Vereinsamen Pflegenotstand Verschuldung familiäre Krisen.

00:09:04: wir haben aus der Corona-Zeit ja mitgenommen, dass es sehr ungut war für viele Menschen, dass das die Familien total überfordert hat.

00:09:15: Dass viel Leid entstanden.

00:09:17: Die zunehmende wirtschaftliche angespannte Situationen in unserem Land erzeugt Arbeitslosigzeit Schwierigkeiten.

00:09:24: Es gibt ganz viele Themen, die momentan immer deutlicher machen Das ist elend, dass es Leid in Deutschland nicht kleiner geworden ist Sondern es vielleicht sich verändert Und bei all dem Reichtum und den Wohlstand, den wir eigentlich haben sehr viel Not gibt bei uns.

00:09:41: Und da versuchen wir zu helfen und Antworten darauf zu finden.

00:09:47: Du bist, ich sage jetzt mal Pflegeinsider?

00:09:50: Wie würdest denn du ...

00:09:52: Weil

00:09:52: man hört ja vielen den Nachrichten über die Pflege.

00:09:56: Und wie würdest du den aktuellen Zustand der Pflege beschreiben?

00:10:02: Und wo geht die Reise hin?

00:10:06: Ich bin jetzt, ich habe nachgerechnet, bald für die Fliege in der Pflege unterwegs und habe da ja schon allerhand so mitbekommen in den unterschiedlichsten Funktionen im Basisdienst.

00:10:15: In Leitungsaufgaben jetzt im Stab des größeren Verbandes.

00:10:20: Und ich muss sagen Die Situation wird beruflich immer anspruchsvoller und gleichzeitig immer Druck belasteter Immer schwieriger für die pflegekräfte in dem system.

00:10:35: wir haben einen deutlichen Anstieg an Menschen, die Hilfe brauchen.

00:10:40: Sehr viele werden zu Hause versorgt ambulant aber es ist ein unheimlicher Bedarf auch für staatsinnäre Pflege also pflege in Pflegeheimen.

00:10:48: das Thema Demenz nimmt ja auch aufgrund der insgesamten Alterung bei uns immer stärker zu und das stellt auch die Angehörigen und Betroffenen als solche auch für große Herausforderungen und sind auch herausfordernde Situationen und Pflegeeinrichtungen.

00:11:04: wir kämpfen mit einem massiven Personalmangel, das ist ja in den Medien mittlerweile ganz offen kommuniziert und es reißt nicht ab.

00:11:15: Und schon zwanzig dreiundzwanzig hat die Bertelsmann-Stiftung in ihrer Studie zur Pflege gesagt und die Zahl müssen wahrscheinlich deutlich nach oben korrigiert werden bei der nächsten Runde dass zwanzich dreißig fünfhunderttausend Pflegefachkräfte wählen werden.

00:11:31: wir gehen von deutlich mehr aus.

00:11:33: Das heißt, über ein Viertel der professionellen Pflegenden in Deutschland ist dann weg.

00:11:37: Ersatzlos weg!

00:11:39: Das werden wir mit Zuzug ausländischer Fachkräfte, worum wir uns alle in den Hilfsorganisationen stark bemühen.

00:11:45: Zuzuge ausländerlicher Fachkräften, gute Qualifizierung dieser Fachkräftekräfte, gute Integration in unsere Kulturen und unsere Gesellschaft und unsere Abläufe – damit werden wir das alleine gar nicht schaffen.

00:11:56: Es wird also ein großes Gap bleiben zwischen dem Menschen die jetzt aktuell noch die Menschen pflegen und den Menschen die zukünftigte Menschen pflegen.

00:12:04: Und es werden dann deutlich mehr pflegebedürftige Menschen sein, in den zwanzig dreißig wie jetzt.

00:12:09: Das zeigt eigentlich diese Schere, die in beide Richtungen aufgeht.

00:12:14: Du sagst das eben Stab oder hast dieses Wort benutzt?

00:12:17: Stab, Stabstelle!

00:12:19: Was ist genau dein Job aktuell?

00:12:25: Ich bin aktuell im meinem Verband zuständig als Stabställe des Vorstands für die Themen Digitalisierung Da gehört ein bisschen der Datenschutz dazu, Digitalisierung und die Entwicklung der Altenhilfeangebote der Althilfe.

00:12:40: Also zusammen mit einer Kollegin bin ich da für die Altenhilfe fachlich inhaltlich dafür dar, dass sich die Leitungen und den Vorstand unterstützt in der Weiterentwicklung und das jetzt mal bezogen auf die Althinhilfe inhaltliche Arbeitversorgungskonzepte überprüfen Abläufe unterstützen Und in der Schnittmenge zur Digitalisierung, zu der ich auch mehr oder weniger jetzt nicht quasi ursprünglich ein Beruf ja so dazugekommen bin.

00:13:09: Ist es natürlich mit welchen digitalen Assistenstechnologien?

00:13:13: Mit welchen Programmen?

00:13:15: Mit welche digitalen Hilfen können wir langfristig unter anderem auch diese Problemsituation in der Pflege wie können wir da begegnen?

00:13:24: und das ist etwas was mich schon etliche Jahre jetzt umtreibt weil ich glaube Selbst wenn uns der Nüchtern betrachtet, ist dann ein relatives Potenzial da um eben stückweit die Pflege zu entlasten.

00:13:38: Aber es auch ein sehr spannungsreiches Thema weil zum Beispiel KI und Technologie ist ja nicht das was sich eigentlich Menschen vorstellen in der Begleitung am Lebensende.

00:13:51: also da machen wir ein großes Thema auch ethisch auf.

00:13:54: wie viel Technologie soll denn den Mensch?

00:13:57: Also die Pflegekraft ersetzen Und für den Hilfebedürftigen dann da sein.

00:14:03: Du sagst das eben digitaler Assistenz, KI?

00:14:09: Ja ich sage jetzt mal noch das Wort Roboter oder so.

00:14:13: und wenn ich das so richtig verstehe... Also ich versuche es mal ein bisschen ein Bild zu klickieren.

00:14:19: Ich stelle mich jetzt mal vor, ich bin jetzt in der Pflege nicht als Pfleger sondern als beklägerischer Mensch, der im Bett liegt.

00:14:29: Ja, von seinem Angehörigen wäre keiner mehr da und ich werde dann irgendwo.

00:14:35: Und malen wir gerade so aus... Okay!

00:14:38: Der Herr Müller muss jetzt dreimal am Tag klein auf Toilette einmal groß er kriegt drei Mal am Tag seine Tabletten sein Essen

00:14:48: usw.,

00:14:49: dass dann praktisch die KI die Zeiten ungefähr desto mehr Informationen er hat umso mehr Rechnet er sich aus, wann ich ungefähr auf Toilette muss oder eine Bettpfanne oder irgendwas brauche.

00:15:02: Richtet das alles vor?

00:15:03: Der Roboter kommt, holt die Sachen abbringt zu mir ins Bett Wenn der vielleicht Zwische drin noch Zeit hat Ist es fast schon mein Vehikel dass ich vielleicht noch eine halbe Stunde in den Garten komme wenn's gerade nicht regnet oder so.

00:15:15: Also ist das eine utopische Vorstellung oder ist das wo es hingehen könnte?

00:15:22: Das ist gar nicht so utopisch.

00:15:24: und das auch um schreibt sehr gut auch unterschiedliche Lösungsansätze und Überlegungen, die aktuell vorherrschen.

00:15:30: Sehr weit ist ja zum Beispiel auch Japan in vielerlei Hinsicht wobei die auch noch einen Unverkampfteren vielleicht auch einen anderen kulturellen Zugang zu Robotern haben den ich für uns und unsere kulturelle Bedürfnisse in Deutschland oder Europa jetzt gar nicht so primär suchen würde.

00:15:47: aber die Frage wird sein für die Gesellschaft und für den Einzelnen Wo wollen wir, wenn wir jetzt mal beim Roboter bleiben und bei der KI, bei der künstlichen Intelligenz?

00:15:58: Wo ist es für uns in Ordnung, wo akzeptieren wird das, dass eben künstliche Intelligenze robotische Systeme uns den Alltag erleichtern Selbstständigkeit erhalten.

00:16:10: Und wo würden wir uns eigentlich Menschen wünschen die in der Mensch zu Mensch Pflege weiterhin für uns da sind?

00:16:16: Das ist eigentlich so der Hebel, den wir gesucht haben im Karitasverband und dann auch mit unserem Vereinsvorhaben dass wir gesagt haben, wir wollen eigentlich... Wir nennen das die indirekten Pflegeleistung.

00:16:27: Also eigentlich die Leistungen, die die Pflege von der direkten Mensch-zu-Menschbegegnung und Mensch zu Menschpflege abhalten.

00:16:36: Wo wollen wir eigentlich robotische Systeme und KI einsetzen?

00:16:40: Ich mache mal ein Beispiel.

00:16:41: Momentan in den meisten Heimen schaffen Menschen noch abends volle Wäschesäcke oder Müllsäcke weg.

00:16:50: Zumindest mal Zusammenpunkten!

00:16:51: Aber auch von den Sammelpunkten werden die Inderrede noch von Menschen dann an die Endpunkte in den Heimen gebracht.

00:16:57: Das sind alles Minuten auf die Tagestunden, auf die Jahre viel Stunden wo Menschen, die eigentlich direkt mit Menschen in der Pflege und Betreuung auch während sie Hauswirtschaft machen in die Begegnung treten könnten freigesetzt werden könnten.

00:17:15: wenn nämlich ein automatisiertes System wie in der Industrie sicher und dezent den Müll entsorgt und wegbringt, wie ein intralogistisches intelligentes Transportsystem.

00:17:27: Dann sind die Menschen, die da noch übrig sind in der Pflege- und Hauswirtschaft dann nicht mehr damit beschäftigt sondern die restlichen Pflegeminuten, die Menschen noch erbringen können bei immer weniger pflegekräften so gespenstisch sich das auch anhört könnten dann in die direkte Mensch zu Mensch Interaktion.

00:17:45: Und das ist glaube ich, das ist die große Chance in dem Ganzen.

00:17:50: Und ich möchte aber nochmal einen Punkt aufwerfen.

00:17:54: Es ist eigentlich der Auftrag des Einzelnen in der Organisation der Gesellschaft zu überlegen, wo wollen wir KI und Robotik?

00:18:02: Wo wollen wir das nicht?

00:18:03: Und wo setzen uns dafür ein dass dann weiterhin die Ressource Mensch gut ausgebildet und durch Technologie freigesetzt Dann die wesentlichen Tätigkeiten in der Pflege am Lebensende wenn jetzt mal von den alten Hilfe sprechen Übernehmen.

00:18:19: Das ist so eigentlich so der Ansatz dass wir sagen Wir wollen die robotischen oder die digitalen Assistenzsysteme dafür nutzen, den Menschen wieder Zeit für die Pflege zurückzugeben.

00:18:31: Also im ersten Moment kam die Befrage bei mir auf was macht es mit dir?

00:18:38: Wenn du siehst wo die Reise hingeht.

00:18:42: Ich sage manchmal so ein bisschen klart ich bin ein Kind der Pflege also ich bin ja jetzt schon lang in der Pflege unterwegs und ich weiß ja was pflege leisten kann und bewältigen kann oder welchen Druck die Kollegen stehen.

00:18:53: Und ich bin schon entsetzt, auf was wir dazusteuern.

00:18:59: Also es wird ein Heimsterben geben, es wird einen Pflegedienst sterben geben weil einfach kein Personal mehr da ist.

00:19:05: Das fängt ja jetzt schon an dass größere Bereiche von einzelnen Einrichtungen in Deutschland gar nicht mehr betrieben werden können, weil es schlichtweg keinen Personal gibt.

00:19:12: Du kannst eben nur eine Station im Wohnbereich betreiben wenn du das Personal dafür hast.

00:19:18: Das ist nicht fünf vor zwölf, das sind vierzig nach zwölfe.

00:19:23: Und ich finde immer noch nicht genug Aufmerksamkeit bei der Politik aber das Thema würde ich heute gar nicht aufmachen wollen und da wo ich in den letzten Jahren eben die Möglichkeit hatte ein Stück weit dieses diese Chance diesen kleine Säule oder diese kleine zusätzliche Möglichkeit zu entwickeln oder zu überprüfen mit was an digitalen Assistenstechnologien, was an Hilfen Eine mögliche Entlastung der Berufsgruppe, der Pflegenden und somit auch der Pflegebedürftigen.

00:19:54: Das ist ein Beitrag, das eine Möglichkeit – es kann aber nicht die einzigste sein!

00:20:00: Aber das ist eine Option, eine Möglichkeit ergänzend zu vielen anderen notwendigen politischen gesellschaftlichen Entscheidungen, die sich immer um die Frage drehen wie viel uns die Pflege unserer alten Menschen und wie viel unsere eigene Pflege in Zukunft uns eigentlich wert?

00:20:15: Ich erinnere mich an Corona in die Zeit und dann weiß ich noch, dass du immer mal wieder gesagt hast okay morgen da fahre ich im selten oder jenes heim.

00:20:30: Und ich unterstütze da weil einfach Bedarf ist.

00:20:34: also ich habe das auch immer so wahrgenommen.

00:20:37: welche Aufgabe du auch immer hattest du warst immer ein Mann der an die Basis zurück ist.

00:20:46: Ja, wenn sie irgendwo aufsteigen die dann sagen okay ich bin jetzt für höheres geschaffen.

00:20:53: Okay gewisse Sachen mache ich nicht mehr aber diesen Eindruck hatte schon nie von dir.

00:20:57: du warst immer jemand der bereit ist sich zu investieren und zu dienen und sogar auch eher übers Maß hinauszugehen.

00:21:03: Und meine frage wäre so was sind so für dich?

00:21:07: Die größten Herausforderungen in deinem Beruf.

00:21:10: und auf der anderen Seite wir wollen ja nicht immer vom negativen sprechen sondern es gibt ja auch schöne Dinge Was sind so die schönsten in deinem Beruf?

00:21:21: Also ich bin ja jetzt schon von der Basis durch meine Tätigkeit, ja auch ein Stück weit weg.

00:21:27: Und während der Corona-Pandemie war ich an Krisenstab und dann waren das eben schon eher Einsätze nicht direkt am Bett sondern eher auch in der Organisation.

00:21:40: Unterstützung vor Ort eher wo muss vor Ort Material beschafft werden?

00:21:48: Wie läuft es mit den Impfungen?

00:21:50: Wie läuft das mit der Bundeswehr vor Ort im Hilfesystem während des Katastrophenfalls quasi.

00:21:57: Und ich sehe jetzt durch meine Tätigkeit eher so die Aufgabe oder die Herausforderung, dass sich...durch das was ich in dieser Funktion mache, die Pflegekräfte entlastet und unterstützt.

00:22:07: Manchmal muss ich Quarrolle gezwungen durch die bürokratischen Anforderungen eigentlich fast mehr Papier produzieren.

00:22:17: aber da ist dann eher der Auftrag.

00:22:19: Wie kann ich denn so notwendig oder von Gesetzgeberseite, geforderte oder Kostenträgerseite geforderte Regelungen ein bisschen abdämpfen?

00:22:29: Aber dass eher die nicht eigentlich den Pflegebedürftigen sondern jetzt versuche ich im Rahmen meiner Möglichkeiten eher die Pflegenden zu unterstützen sehe da aber auch ganz realistisch das die Möglichkeiten immer geringer werden weil wir uns in einem unheimlich verschachtelten, bürokratischen und sehr komplexen System aufhalten.

00:22:50: Aber das ist eigentlich so der Anspruch den wir alle haben dass wir egal wo die Basisdienste eigentlich noch weiterhin ermöglichen.

00:22:58: Das ist so der Motivationspunkt eigentlich.

00:23:01: Und wo ich das glaube ich eher noch kann ist wenn es darum geht zu gucken mit welchen digitalen Möglichkeiten kann man wirklich pflegegerecht ethisch einwandfrei Die Arbeit der Pflegekräfte entlasten, weil man kann digitalisieren oder digitisieren.

00:23:23: Von digitisierend spricht man wenn man einen analogen Prozess quasi nur technologisch gleich abbildet.

00:23:31: Digitalisierung ist eigentlich eine Vereinfachung ne Verschlankung ne Erleichterung eines Prozesses durch digitalisierte Hilfsmittel.

00:23:41: und leider erleben wir das immer noch dass unheimlich viel digitisiert wird.

00:23:46: Also sprich es ist jetzt nur ein Computer, das ist jetzt digital aber genauso aufwendig.

00:23:51: Genauso umständlich.

00:23:53: also wenn man in einem Programm beispielsweise genau das gleiche nur im Programm niederschreibt wie man es nieder schreibt In der Papierdokumentation dann hat man etwas digitisiert.

00:24:04: Wenn man es digitalisiert dann läuft es automatisch oder eher automatisch stopp wo es unserer Meinung nach oder der allgemeinen Meinung nach ethisch einmal freien Pflege gerecht und nicht nachteilig für den Betroffenen ist.

00:24:18: Aber in dem ganzen Prozess, den du jetzt beschreibst gab es doch irgendwann einen Moment vermutlich mal wo du dachtest dass das so nicht weitergehen kann oder wo du dich entschieden hast irgendwas dagegen zu unternehmen weil wenn ich's richtig in Erinnerung habe habt ihr doch oder du oder ihr kannst ja mal erzählen wie das war angefangen im Verein zu gründen.

00:24:49: Genau, also wir haben uns... ...zwarzig neunzehn mein damaliger Caritas-Direktor und zwei Kollegen und ich haben uns getroffen um die Frage zu beantworten warum kommen digitale Assistenzsysteme in der Caritas aber insbesondere in der Pflege nicht an?

00:25:09: Warum kommen diese vielen Systeme, die wir auf Messen oder Ausstellungen sehen, die man in den Medien vorfindet, warum landen sie nicht flächendeckend in unseren Einrichtungen und entlasten tatsächlich die Pflege.

00:25:20: Wir hatten alle so ein bisschen eine Idee davon, was es sein könnte aber wir haben uns nicht deswegen getroffen dass wir diesen Befund miteinander besprechen sondern eigentlich das wird es ändern weil wie gesagt haben wir eine eigene Verantwortung.

00:25:35: wir können es nicht Spitzenverbänden überlassen oder der Regierung oder wem auch immer sondern wir haben eine eigene Verantwortung als Organisation das zu ändern wenn uns das stört.

00:25:47: Motivation.

00:25:47: Ich bin dann auf die TU Darmstadt, auf den späteren Vorstandskollegen zugegangen.

00:25:55: Oscar von Strick einer der sehr bekannten Robotiker in Deutschland habe den dann angeschrieben und wir waren dann relativ schnell mein Karitasdirektor an Ska Funke und ich im Austausch.

00:26:08: Wir haben dann weitere Mitstreite gefunden Und auch in den Jahren und dann die ganze Corona-Zeit eigentlich parallel zu unserer Krisenstabsarbeit während der Lockdowns, diese Idee von einer anderen oder neuen oder effizienteren Herangehensweise zur Entlastung der Pflege durch Digitalisierung zu denken, zu planen im Schritte einzuleiten.

00:26:33: Und daraus ist eine offizielle Vereinsgründung um zwanzig dreiundzwanzig entstanden Team innovative Pflege gegründet aus acht Gründungsorganisationen Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen.

00:26:47: Der Stadt Darmstadt mit ihrer Digital-Stadt GmbH in dem Karitasverband Darmstad und da schließen sich jetzt immer mehr Organisation an.

00:26:54: Und vor allem der eben die pflegegerechte ethisch einwandfreie und beschleunigte Entlastung der Pflege durch digitale Assistenzsysteme vorantreiben möchte.

00:27:06: Das war so der Ausgangspunkt warum wir das nicht so stehen lassen konnten und wo wir jetzt gerade stehen.

00:27:13: Und ich war dann, bin da in den Vorstand mit rein ein Vorstandsvorsitz um es mit voran zu treiben.

00:27:20: Wir haben uns beworben schon gleich zwanzig dreiundzwanzig auf eine größere Förderausschreibung des BMFTR, des Forschungsministeriums und haben die auch zusage bekommen und dort als Community Innovative Pflege ein Projekt, größeres Projekt um dieses bundesweite Innovations-Ökosystem aufzubauen.

00:27:46: Im Grunde genommen dafür zu sorgen dass auch nach dem Förderlaufzeitende eben diese Innovationscommunity wächst der sich alle Organisationen die relevant sind für eine gute Digitalisierung in der Pflege anschließen können und den Transfer vorhaben und gemeinsam Projekten Aber auch in gegenseitiger Hilfestellung und Beratung und Unterstützung einfach dieses Problem angehen.

00:28:10: Und dieses Potenzial heben.

00:28:12: Wenn ich mir das so vorstelle, ihr habt dann die verschiedenen Verbände oder jetzt auch Organisationen In Darmstadt angeschrieben Oder ant telefoniert und hier wir haben da eine Idee macht ihr mit.

00:28:27: Also kann man ja vorstellen dass nicht alle direkt begeistert waren.

00:28:30: Gab es da auch Widerstände?

00:28:32: Nee Nein also Die Gründungsorganisationen waren alle sofort und sehr schnell dabei, weil ich glaube dass die Menschen die wir angesprochen haben in die Organisationen sehr schnell den gesellschaftlichen Auftrag erkannt hatten der da dahinter steht.

00:28:46: Sehr schnell erkannt hat man das ist ein wichtiges Feld, dass man sich dann nicht wegdrücken möchte und kann, dass auch für jede Organisation eine Chance da drin ist muss man ja ganz ehrlich so sagen.

00:28:56: wenn man sowas zukunftsweisend mitmacht dann hat es ja immer auch ganz legitime Win-Win Effekte.

00:29:03: Auch für eine Hochschule, für die Universität kann sie Forschungsgelder requiriieren.

00:29:07: Aber auch für einen guten Zweck also für etwas was ja auch in Ordnung ist und für Sozialverbände ist es die Gelegenheit in so einem Verein mitzuwirken das eben was mir persönlich als Pflegekraft ganz wichtig ist dass nämlich Pflege nicht Technologieempfänger bleibt sondern Technologiegestalter und Mitentwickler wird.

00:29:28: Du machst das große Problem, was wir immer gesehen haben ist, dass wir teilweise interessante Technologien vorgestellt bekommen.

00:29:33: Also bei mir klingelt regelmäßig das Telefon oder ich habe eine E-Mail Anfrage und dann stellt man ein Startup oder eine Unternehmung, stellt mir irgendein intelligentes System vor oder irgendeine Lösung für die Pflege.

00:29:45: Und oft ist es so, dass sich sofort erkennen kann wie viel Arbeit da reingeflossen ist?

00:29:50: Wie viele Hirnschmalz, wie viel Kreativität, wieviel technisches Knowhow Gründergeist, wieviel Erfindergeist von diesen jungen Menschen die teilweise direkt vor einer Hochschule in Ausgründung gegangen sind.

00:30:01: Da reinfließt.

00:30:02: und dann ist es oft sehr schade wenn man merkt Die wirklich wichtigen zwanzig Prozent an Entlastung der Pflege sind hier nicht drin.

00:30:12: Und sie sind oft deswegen nicht drin weil die nicht früh genug in der Produktentwicklung In der Entwicklung des Systems mit Pflegesprechen konnten oder gesprochen haben Oder weil sie gewisse Spielregeln der Finanzierung Grundgegebenheiten im Ablauf einer Pflegeorganisation überhaupt nicht bedacht haben oder nicht wussten.

00:30:33: Und somit habe ich relativ schnell am Anfang Showstopper, die dann dieses gute Ausgangsprodukt oder die Ausgangsidee dann halt irgendwo enorm bremsen und es dann auch nicht dazu führen dass es wie man sagt skalierbar ist also in großer Menge von den Organisationen abgenommen wird und auch nicht refinanzierbar isst.

00:30:55: Man muss ja dazusagen das Geld für Technologie in der Pflege muss ja die Pflegekasse bereitstellen, stationären Pflegeanrichtungen.

00:31:04: Also das kommt ja über den sogenannten Investkostensatz.

00:31:07: Pflegeeinrichtung gemeint sich pflegere Organisationen Die erwirtschafteten in der Regel ja keinen Gewinn können Maximal Rücklagen bilden und in der heutigen Zeit eher nicht.

00:31:16: Und das heißt also Das ist auch nochmal eine Hürde oft für Organisation.

00:31:22: Aber um dann noch mal drauf zurückzukommen Es ist auch ein wichtiger Auftrag des Vereins oder dieser Innovations-Community, dass Pflege sich frühzeitig einmischt.

00:31:33: Dass Pflege lernt mit Technologie-, Forschung und Entwicklung zu sprechen.

00:31:38: Das Forschung, Entwicklung und Unternehmen frühzeitig an die Pflege ran treten.

00:31:43: Dass man sich trifft, sich kennt und miteinander... es gibt ja das moderne Agile Design Thinking wo man immer von dem Problemraum redet, indem er eine Lösung erstens das Problem bespricht und dann den Lösungsraum in diesem Konzept.

00:31:58: Und so versuche ich es immer zu erklären dass wir eigentlich sehr spät erst im Lösungsraum hin zugerufen werden als Pflege oder uns bis dahin gar nicht irgendwie dafür interessiert haben oder gar nicht die Idee hatten einen Lösungen im Problemraum aufzumachen.

00:32:15: Der Verein soll auch dazu dienen, dass sich alle relevanten Gruppen und Organisationen im Problemraum schon treffen mit der Pflege.

00:32:24: Und quasi sagen, okay wo drückt denn gerade der Schuh?

00:32:26: Das erleben wir in dem Verein aktuell in Projekten und auch in Einzelsituationen.

00:32:32: Und das ist glaube ich so was die Vision des Vereins eine der Visionen des Vereines dass man das ermöglicht, dass eben unterm Strich die Pflege mitgestaltert wird und somit auch den Unternehmen, den Forschungseinrichtungen, den Organisationen hilft.

00:32:47: Also was ich zwischendrin rausgehört habe, wo ich nochmal zurück, das ist schon ziemlich am Anfang fand ich total stark.

00:32:54: Ihr habt etwas erkannt.

00:32:56: und statt zu nörgeln wie es ja oft so typisch ist zu sagen okay ich werde aktiv Ich bring mich da ein, ich versuche da was zu verändern Und diesen Ansatz finde ich total Stark.

00:33:11: Also in der Vergangenheit, wenn wir uns darüber ausgetauscht haben.

00:33:14: Wir sind ja nie so tief reingegangen wie jetzt aktuell.

00:33:18: aber ich habe von Anfang an gedacht weißt du überhaupt dass deine Geschichte Deine Story Der Ausschlag war für mich bei Jesus zu Beginn weil ich so dachte Du bist ein ganz normaler Altenpfleger kommst in die Pflege.

00:33:36: Okay durch Fortbildung Durchschulungen und alles bis du Stück für Stück aufgewachsen hast, mehr und mehr Verantwortung bekommen.

00:33:46: Und ich denke oft so wir stehen in unserem normalen Job und denken naja was kann ich da schon bewirken?

00:33:54: Wie kann es da schon Licht sein oder Salz sein?

00:33:57: Und bei den Podcasts die ich hier und da mal reingehört habe, denk ich immer so wow das sind die Leute die Rich sind Die Innen sind mit denen man gern mal Kontakt haben möchte.

00:34:10: Aber ich dachte mir so, der normale Christian in seinem normalen Beruf treu dient.

00:34:16: Wie du sagst?

00:34:17: Ich erkenne Notsituation und mache mich auf.

00:34:20: Diese Story hat mich so gejuckt, da hab' ich gedacht wow!

00:34:23: Denn Michel und ich, wir müssen podcasten und das war so ein Herzensanliegen eigentlich dieser Ursprung des ganzen Muses jetzt mal einfach mal einen Raum raushauen.

00:34:37: Gerade gestern, als ich dann uns gedacht habe, dass wir das heute machen, dachte ich mir so an unsere Zuschöre und die uns jetzt hören.

00:34:46: Ich hatte es einfach auf dem Herz vom Herrn in eine Botschaft mitzugeben Dass wir nicht das sind was wir tun Nicht dein Beruf, nicht deine Leistung, nicht das was andere über uns denken Sondern dass ja unsere Identität aus Gott herauskommt Aus Christus heraus und dass er uns ja geschaffen hat, das er uns gewollt hat.

00:35:11: Und es er uns sein Kind nennt.

00:35:14: Bevor wir irgendwas geleistet haben, bevor wir irgendwas erreicht haben sind wir schon wertvoll.

00:35:22: Ich weiß ich merke es auch bei mir auf Arbeit, dass mein Alltag wichtig ist und dass Gott mich dort gebrauchen will aber nicht damit wir praktisch unseren Wert oder unseren Verdienst heraus irgendwie rausziehen sondern den Wert, den haben wir schon längst.

00:35:41: Wir arbeiten ja nicht um jemand zu sein du bist jemand und deshalb dürfen wir auch wirken.

00:35:47: also ich finde da dass es irgendwie auch so eine Umkehr rein sollte das wir uns jetzt selbst klein machen dass wir glauben dass wir nur unseren Job sind weil manchmal erkenn ich diesen Leuten das ist so tief drin Also wenn sie ihren Job nicht mehr haben dann Der kompletter Wert ist weg.

00:36:08: Das ist alles, was sie sind.

00:36:10: Sie ziehen sich da heraus und das weiß ich dass es bei dir nicht so ist obwohl du dich so tief rein investierst.

00:36:17: Und Gott sagt ja Du bist mein Kind Ich seh Dich!

00:36:21: Du bist gewollt geliebt Und dass wir aus dieser Identität heraus leben und nicht aus der anderen.

00:36:27: Wir sind frei getragen und voller Bedeutung für ihn Und das wünscht mir einfach Leute, die uns jetzt hören, irgendwie eine Veränderung reinkommt.

00:36:39: Kannst du es greifen?

00:36:39: Ja, ich

00:36:40: kann das greifen!

00:36:41: Also du warst mir ja immer so ein Vorbild für dem Sein.

00:36:44: hundertneununddreißig Das lebst Du und strahlst Du aus Und ich glaube, dass ist auch etwas was nochmal wichtig ist.

00:36:51: Wir sind zuerst einmal sind wir als Christen Als Kinder Gottes Seine geliebten Kinder Und dann haben wir natürlich auch einen Auftrag Das ist glaube ich schon auch wichtig für Christen, ohne Druck sich auf die Suche zu begeben mit Gott.

00:37:11: Denn die Berufung und den Ruf zu sehen und dann dort dann auch sich nützlich zu machen.

00:37:19: Und wenn es der richtige Beruf und die richtige Berufung ist, der richtige Ruf ist, dann wird das auch funktionieren.

00:37:28: Es gibt ja den Begriff in der Schrift der vorbereiteten Werke.

00:37:32: Ich glaube dass wir so viel Gunst von Gott bekommen können in den unterschiedlichsten Bereichen und der eine mehr sichtbar, in vielleicht mehr Sichtbaren oder in die Öffentlichkeit wirksameren oder öffentlich starker wahrgenommenen Projekten.

00:37:52: Und der andere in einem mindestens genauso wichtigen oder vielleicht noch viel für eine einzelne Person in einer Hilfeorganisation oder eine Hilfestellung relevantem Moment im Stillen wo man es gar nicht sieht Weil Gott macht da keinen Unterschied.

00:38:08: Gott macht kein wesentlichen Unterschied, aber ich glaube dass es gesund ist und gut ist zu erkennen das wenn wir etwas auf die Beine stellen können wie viel Gunst darin liegt, wie Gott die Weichen stellt, dass es zu so einem Punkt kommt.

00:38:21: Ich hätte mir das auch nie träumen lassen Und natürlich ist dann immer die eigene Entscheidung stelle ich mich dem gehe ich da rein.

00:38:28: manchmal geraten wir da auch erfutschartig rein und finden uns plötzlich in so einer Funktion Rolle wieder.

00:38:37: Manchmal überfordert es uns auch.

00:38:38: manchmal zeigt uns Gott dann auch, dass irgendwann mal genug ist.

00:38:42: Dass man seinen Teil dazu beigetragen hat, dann wechselt das wieder.

00:38:45: aber für mich ist immer deutlicher in der Rückschau, dass da unheimlich viel Gunst war, dass die ersten Telefonate die ersten Termine geklappt haben, dass wir die richtigen Leute gefunden haben, das alle für die Idee gebrannt haben und immer noch brennen.

00:38:57: Das wir Zugang hatten zu wichtigen Personen, die uns dann gepusht haben natürlich überzeugt in der Bewerbung mit der Idee und mit allem.

00:39:07: Und dennoch ist für mich als Christes ganz klar, dass sowas im Leben so Gelegenheiten – das Gott wenn er was will und jetzt sage ich nicht, dass dieser Verein Gott gewollt ist oder so – möchte es hierfür die Zuhörer klarstellen?

00:39:19: Das maße ich mir nicht an!

00:39:21: Dass das eine Fügung des Herrn ist, dass diese Verein gegründet wurde oder so... Ich will das aber als Beispiel nehmen, dass wir oft im Nachhinein erkennen erst wie die Wege Gottes sind und wo wir Gunst hatten um irgendwas zu bewegen oder zu erstellen und wo wir eigentlich seine Kraft, sein Energie, seine Ideen permanent bekommen und angezapft haben.

00:39:41: Und auch unheimliche Freiräume haben als Kindergottes, als Nachfolge Jesu uns auch innerhalb dieses Spielraums der uns aufgemacht wird richtig oder falsch zu entscheiden.

00:39:53: Die richtigen oder die falschen Wege zu gehen ist für unser eigenes Ego zu gebrauchen und unsere Ego.

00:40:00: Ich darf mich auch freuen an meinem eigenen Erfolg, ich darf das auch mal feiern.

00:40:04: Gott ist ein Gönnergott und dennoch geht's hier um was größeres Und ich glaube es ist sehr gesund und ich habe da auch viele Jahre zu gebraucht und ich werde immer wieder vom Herrn dran erinnert wenn es vielleicht irgendwie auf der anderen Seite runterschlägt oder überschläge.

00:40:19: aber das ist so der wesentliche Punkt dass Gott je jemand ist der auch Entwicklung gerne sieht und gute Entwicklungen gerne vorantreibt Und da halt sehr viel vorbereitet.

00:40:34: Ja, wo du das gerade sagst mit dem Psalm hundertneinunddreißig, dann kam bei mir direkt eine Erinnerung hoch, eine frühere Jugendstunde und grad über dieses ... über die Leistungssicht zu definieren.

00:40:47: Wir hatten uns damals ausgetauscht und die Frage ging um Jeder hat was dazu gesagt wie wertvoll er sich erachtet.

00:40:54: Und viele hatten so sechste, siebzig, achtzusch Prozent wertvoll und ich weiß noch mein bester Freund nicht mehr, wir hatten beide so Wir fühlen uns hundertprozent wertvoll erachtet.

00:41:06: Und dann kam auch die Frage auf, wie wir das sagen könnten und dass jetzt nicht... Ich hoffe es kommt richtig rüber.

00:41:17: nix worauf wir stolz sind.

00:41:18: Es ist einfach nur ein Geschenk vom Herrn weil das kann's niemand erklären oder beibringen.

00:41:26: Das ist einfach so, wir wussten das von innen heraus Dass es einfach so ist seit wir zu Christus gehören.

00:41:33: Und im weiteren Verlauf ging es dann weiter, naja wenn du jetzt ein Dienst machst wie wertvoll erachtest du dich dann.

00:41:41: Wenn ich dir jetzt sechzig Prozent wertvoll finde, ja achtzig Prozent und halt Jetzt wo wir da geistlich bisschen tiefer reinkommen wollte ich mal die Frage stellen wo und wie begann denn deine Geistliche Reise?

00:41:55: Was hat denn dich so geprägt?

00:41:59: Also in der Landeskirche aufgewachsen bin ich Nach der Konformation in die evangelische Jugendarbeit gegangen, bin da auch Mitarbeiter geworden und habe mich das erste Mal so bekehrt.

00:42:14: Wie man im Landeskirchlichen Sektor meistens ist.

00:42:17: Da habe ich mich sehr stark wohlgefühlt auf dem Dorf.

00:42:22: Es gab nicht viele Angebote für Jugendliche.

00:42:24: Ich habe es richtig ausgelebt im Jugendkreis.

00:42:29: Wir hatten einen Jugendlokal zum Schluss.

00:42:33: Da fing es eigentlich an, dann ist das Ganze während dem Studium und auch danach ziemlich abgeflacht.

00:42:39: Und eigentlich gab's da eine relativ lange Phase auch ohne Gott... ...dann auch ne Zeit wo ich mich sehr mit Buddhismus auseinander gesetzt habe, das auch praktiziert hab'.... ...und eigentlich bin ich seit... ...zwei-tausendfünfzehn?

00:42:52: Eigentlich eher zweitausendsechzehn... ...da bin ich wieder zum Herrn zurückgekehrt wie so ein Klassisch oder Verlorener Sohn,... ...weil ich gemerkt hab', dass das ganze davor nicht getragen hat.

00:43:02: Lange Geschichte!

00:43:04: Aber wie gesagt, es hat früher angefangen.

00:43:06: Hatte dann eine sehr lange Pause und ich habe gemerkt, das hat mich nicht von der Angel gelassen.

00:43:11: Das alles ausgehalten, mich im Blick behalten... ...und mir die Tür wieder aufgemacht.

00:43:17: Da bin ich mir sehr verdankbar!

00:43:19: Und wie das halt auch ist, wo du das vorher gesagt hast mit dem hundert Prozent wertvoll,... ...das erlebst du dann wenn nochmal so ne Tür aufgeht für dich?

00:43:27: Wenn der Vater noch mal auf Dich zu rennt, wenn Du der verlorene Sohn bist und sagst, da ich hab woanders gesucht.... Und du merkst, du wirst wiederhergestellt.

00:43:37: Du hast da immer noch genügend Schrammen.

00:43:39: und dann sind es auch so Schrammende wie alle glaube ich in unserer Leistungsgesellschaft, alle mit uns rumtragen oder die uns die Gesellschaft da draußen auch vorlebt, die ja auch in Diensten einen anfallen können wenn du begehrt bist in der Seelsorge oder in der Pfadfinderarbeit oder so oder wenn's gut läuft Wenn da viel Zuspruch kommt, wenn du viel gelobt wirst.

00:43:58: das macht ja was mit Menschen.

00:43:59: Das ist dieser natürliche Anteil in uns.

00:44:02: Das können wir nicht wegreden.

00:44:04: Wir sind keine ätherischen Wesen.

00:44:06: Aber dieses Grundverständnis, diese Grundanahme zu wissen im Herzen und zu stören wie du sagst was du so erzählt hast vorhin mit deinem hundert Prozent das ist glaube ich ein ganz wichtiger Schritt für uns Christen das zu erkennen und das anzunehmen.

00:44:23: auch Ich erlebe es immer wieder dass Menschen das nicht annehmen können also im So-zu-Dienst wenn wir in einem So-Zu-Dienstehne oder anderen Kontexten mit Geschwistern zu tun hat, dass es oft dieses sich selber nicht annehmen können.

00:44:38: Sich über Leistung definieren oder vielleicht auch nur denken das die Leistung des ist was einem wertvoll macht vor Gott Dass das ganz tief in uns Menschen auf dem Trinn steckt.

00:44:47: da muss ich auch immer noch bei mir immer nochmal nachschauen wenn dich immer wieder erinnert und das ist ein Lärmfeld, ein Lammprozess den wir haben als Menschen vom Weg mit Jesus.

00:45:00: Und wie lebst du?

00:45:03: Konkret sein Glauben?

00:45:05: Das ist eine spannende Frage.

00:45:07: Wie lebt man konkret seinen Glaubem?

00:45:11: Ich bin eingebunden in der gesunde große Gemeinde, ich bin dort im Diensten aktiv die meine Berufen oder meinem Hof entsprechen.

00:45:19: aber das konkrete Leben mit Jesus findet morgens in der Regel relativ früh statt.

00:45:27: dass ich relativ früh wach werde aufstehe und eigentlich so gut ich eben kann so ne Stunde beim Herrn verbringen Das gelingt mir nicht immer.

00:45:37: Manchmal bin ich einfach auch zu knapp dran morgens, aber ich versuche eigentlich morgens ausreichend Zeit mit ihm zu verbringen.

00:45:46: Da rasen bei mir trotzdem viele Gedanken durch den Kopf da bin ich manchmal nicht beider Sache.

00:45:50: Aber die Theresa von Avila die große Müsdigerin aus dem sechzehnten Jahrhundert hat ja mal gesagt Begnes wir sitzen bei einem guten Freund und es hat mich so angerührt dieses Zitat das hast du von mir auch schon tausendmal gehört weil ich das immer wieder bringen Beten ist, wir sitzen bei einem guten Freund und wenn wir das mal begriffen haben dass Jesus bei jesus sitzen ist nicht was ableisten sondern dass unser Frieden unserer Ruhepol ist auch wenn die Gedanken rasen.

00:46:17: Auch wenn die Sorgen im Alltag drücken.

00:46:19: Auch Wenn die Projekte durch den Kopf rauschen sitzt du Bei einem guten freund Du sitzt natürlich auch bei Gott.

00:46:26: Du sitzt beim Herrn.

00:46:27: Du sitz nicht bei einem buddy oder bei dem kumpel aber er ist dir auch freund Und das schätze ich sehr.

00:46:36: Das versuche ich mir zu erhalten, weil für mich ist klar geworden und ganz persönlich aber ich glaube es kann man auch übertragen der gratis der geistigen Entwicklungen sind direkt im Zusammenhang mit dem zeitlichen Invest und den Invest des eigenen Herzens gegenüber Gott.

00:46:56: Da geht's erstmal nicht ums Leisten!

00:46:59: Ich habe mal in einer Predigt gesagt die ich mal halten durfte Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen provokant, aber dass die guten und zum Teil ja auch vorbereiteten oder eigentlich vorbereiteten Werke ein Ergebnis oder manchmal provoziere ich auch ein bisschen sagen an Nebenprodukt der gelebten Beziehungen zu ihm mit ihm sind.

00:47:18: Und das wird mir klar in den Zeiten wo ich eng beim Herrn gehe, eng mit dem Herrn gehe viel Zeit mit ihm verbringe, viel mit ihm rede, viel mir gegenwärtig mache, dass er immer da ist auf ihn vertraue Dann passieren so Situationen wie gestern, dass ich der weitläufigen Bekannte hier im Viertel begegne und sie mir erleiht klagt.

00:47:40: Dass ihr vom Augenarzt kommt und das der Schimmer aus dem Auge nicht weggeht Und dass sie so Zahnschnutzen hat und die Ärzte wissen nicht weiter.

00:47:47: und dann Dann gelingt es plötzlich, dass Ich mich überwinde Das heißt überwinden, dass sich da spontan gegenwärtig bin und sagt Kommt darf ich mal für dich beten und einfach auf der gass Für Sie bete.

00:48:00: und das passiert dann, nicht wenn ich mir das mit einem Strichliste als Agenda vornehme sondern wenn ich mit ihm unterwegs bin und wenn ich die letzten Tage Stunden mit ihm viel zusammen bin.

00:48:13: Und das ist für mich so dieser Mutigung eigentlich auch an alle da draußen dass es möglich ist viele haben ja Sorgen wie stelle ich das an?

00:48:23: kann ich das traue ich mich?

00:48:25: Das ist weniger eine Angstüberwindung oder ein planmäßiges Vorgehen.

00:48:31: Das ist eher etwas, was automatisch passiert, wo Gelegenheiten entstehen, wo Kühnheit Mut aufkommt für Schritte – ob das nur Evangelisation ist oder Hilfe oder Barmherzigkeit gegenüber einem Obdachlosen -, dass diese Gelegenkeiten in den Alltag reingrufen werden im Moment, wo du im Geist wandelst.

00:48:53: Das ja so ein abstrakter Begriff, den können wir Christen auch gar nicht greifen!

00:48:57: Aber im Grunde genommen Das wo ich sagen kann, die Beziehung mit ihm hat immer Auswirkungen auf das Außen.

00:49:06: Sie heilt einen, sie heilt Beziehungen den man sich befindet, sie schafft Gelegenheiten im Außen weil es geht nicht um uns.

00:49:16: und wenn wir das irgendwann mal schaffen alle dieses Ego abzutragen und zu sagen ist gut dass es nicht um Uns geht dann kommt so viel Spaß und Freude und gute Laune in einem Alltag rein weil man die Last vom eigenen Ich nicht mehr mit sich rumschleppen muss.

00:49:32: Und da bin ich schon wild hinterher, weil ich das in den letzten Monaten auch immer stärker erkennen welche Chance und welcher Spaß da drin liegen kann mit ihm unterwegs zu sein wenn man mehr und mehr uns klingt mir nicht unbedingt immer.

00:49:43: Wenn wir jetzt mal eine Frau fragen würde, die würde etliche Situationen geben können wo ich noch echt noch gut auf dem Weg sein darf aber es ist schon so dass ich eigentlich sagen kann Dass vieles besser wird Und in die richtige Bahn kommt für uns Christen, wenn wir engerm Herrn sind.

00:50:02: Du erwähntest, dass du tägliche Rituale pflegst oder versuchst zu pflegen?

00:50:08: Ich habe da gerade so eine Mutter Theresa gedacht, sie soll mal gesagt haben verbringe eine Stunde am Tag in der Anbetung und tu nie etwas von dem!

00:50:18: Du weißt also es falsch ist und das kann man dann eben auch.

00:50:21: so darf ich eben auch

00:50:21: dran gedacht

00:50:23: und finde es echt stark morgens mit dem Herrn aufzustehen, tagsüber die Dinge mit ihm zu machen und abends vielleicht sogar als letzter Gedanke bevor man ins Bett geht nochmal an ihn so denken.

00:50:37: Ja es ist interessant.

00:50:39: also ich eine ganz neue Tiefe erfahren und sehe immer wieder Menschen um mich herum wie du oder aus meiner Familie die treu jeden Morgen die Bibel lesen die Gemeinschaft haben im Herrn beten und so weiter.

00:50:56: Und es ist mir echt ein Vorbild, und früher war's bei mir so eher Handheben bei der Bekehrung schön Spindelsbuch des Lebens eingeschrieben

00:51:07: usw.,

00:51:07: aber Jüngerschaft, Holatrio whatever was?

00:51:11: Ich muss jetzt vieles loslassen oder immer ähnlicher werden Oder jetzt auch die Gemeinschaft mit ihm Immer mehr hineingehen tiefer werden Seine Lehre sein ist ein Wesen immer mehr verinnerlichend.

00:51:25: Das war mir am Anfang schwierig, aber da wächst man mit der Zeit.

00:51:28: genauso wie du sagst im Gebet für Leute zu beten oder auf der Arbeit mit Leuten über Jesus zu sprechen.

00:51:35: Früher kann ich mich erinnern, da konnte ich um zwanzig Uhr noch vom Dienst weggehen.

00:51:40: Wo gehst denn hin?

00:51:41: Na ja, ich hab einen Termin.

00:51:42: irgendwann habe ich mal gesagt das ist Hauskreis an der Bibelstunde.

00:51:46: dann gucken sich alle komisch an und heute ist es ein Alltag nach Siebzehn, achtzehn Jahren auf der Arbeit.

00:51:54: Dass ich relativ frei über einen Glauben über Jesus reden kann und das wächst auch Stück für Stück.

00:52:03: Und je nachdem wie tief man in der Gemeinschaft ist oder wie nah man dran ist an ihm.

00:52:07: Ich weiß dass du ja auch viel des Spiels des Bücherliess Seminare besuchst.

00:52:13: Du investierst ja schon viel Zeit auch.

00:52:16: Und wiederher weiß ich, dass du auch mal Ab und zu so richtig die Ruhe suchst.

00:52:21: Und hier und da früher mal in einem Gloster warst oder einen anderen Orden, wo einfach Ruhe ist, wo du dich zurückgezogen hast?

00:52:29: Und wenn man grad bei Jüngerschafts Sinn würd ich mal fragen... Was bedeutet das für dich, Jüngerschaft?

00:52:35: Oder wie lebst du sie?

00:52:38: Also momentan vielleicht aktuell, also mensch der mich sehr, sehr... In meinem Glauben sehr prägt und geprägt hat Konrad Max-Gille Da besuche ich gerade die Online-Jüngerschaftschule von ihm Die Heldenschule.

00:52:52: Das ist ein Online-Programm mit Präsenztagen.

00:52:54: Das ist etwas, wo ich mich bewusst zu entschieden habe.

00:52:56: um einfach das zu vertiefen auch die beschriebenen Seminare sind immer wieder oder Wochenendseminar sind immerwieder Momente wo ich versuche den Glauben zu vertiefen.

00:53:09: Ich glaube es kommt wirklich darauf an du hast es vor so gesagt bekehrt und dann macht man so den Default User einer Gemeinde.

00:53:16: das kann man machen aber das mir persönlich gemerkt führt wahrscheinlich nicht so in die Befreiung.

00:53:25: Ich will es gar nicht schlecht machen, das geht hier nicht um eine Bewertung sondern eher von mir aussprechen dass ich diese Sehnsucht habe und natürlich auch mein Interesse für Bücher.

00:53:35: wenn man jetzt hier das Bücheregal anguckt wie viel Sekundärliteratur, wie viele Bibeln da rumstehen Das ist ja auch ein Neugierter, das liegt ja auch an meinem Charakter, dass ich gerne Bücher lese und all der Rit auch bei dir immer wieder ganz begeistert von dem neuen Autor erzähle.

00:53:48: aber das ist schon etwas Jüngerschaft.

00:53:52: Schon auch so ein Stück weit der Versuch, da auch ein bisschen ähnlicher zu werden und dem Auftrag den er uns gegeben hat gerechtert zu werden.

00:54:00: Und dann nicht reinzugeraten dass er irgendwann mal sagt ich habe euch nicht gekannt.

00:54:05: Also Jesus ist in der Bibel schon sehr deutlich.

00:54:11: Ich glaube schon auch das es wichtig ist, dass man hier versucht ernsthaft und aufrichtig Wie du sagst, eben nichts falsch wie oder wie?

00:54:21: Du hast Mutter Teresa zitiert.

00:54:23: Nichts Falsches zu tun bedeutet eben, wie er auch sagt wer mich liebt und meinen geboten folgt ja Oder wer mich libt folgt mein Geboten also das sache der nicht zum Spaß gesagt her.

00:54:34: Und aber das ist auch immer ein Kampf gegen Fleisch Das ist immer ein kampf gegen die ursprüngliche Natur Gegen den inneren Schweinehund und es gelingt mir auch oft nicht und Überschaft ist für mich Das Fleisch wird nie das Fleisch besiegen.

00:54:48: Also, man kann mit... das habe ich die letzten Jahre gelernt.

00:54:53: Man kann sich mit eigener Anstrengung nicht heiligen.

00:54:57: Das kann man nicht!

00:54:59: Aber man kann immer wieder die richtigen Entscheidungen fällen und den Herrn und den Heiligen Geist anrufen und sagen, gib mir bitte die Kraft dafür.

00:55:10: Und dann geschieht es weil es ist übernatürlich unmenschlich, übermenschlich dieses Leben zu führen nachdem wir uns alle als Christen ausstrecken.

00:55:19: Mit der Gnade Gottes und mit der Kraft des Heiligen Geistes.

00:55:21: Ich kann das nicht!

00:55:23: Er sagt ja selber auch, ohne mich könnt ihr nichts tun.

00:55:27: Da könnte er auch nicht heilig werden und gerecht.

00:55:29: Das funktioniert nicht.

00:55:31: Und wenn wir das mal verstanden haben... ...und es ist auch nicht zu sagen, dass alles Gnades und entweder er programmiert es jetzt in mich rein,... ...und dann schwupp komme ich wie aus geister Hand, wie so eine Drohne... ...fliege ich dann irgendwie zu den guten Werken?

00:55:45: Das ist es ja auch nicht.

00:55:47: Es geht immer um Entscheidungen um sich aufraffen, es zu tun.

00:55:50: Sich gegen die eigenen fleischlichen bequemen Interessen durchzusetzen.

00:55:56: aber die eigentliche Kraft kommt eben nicht aus dem alten Begriff Fleisch oder aus dem eigentlichen natürlichen und das ist etwas... Das schließt er glaube ich uns allen wenn wir uns sehr danach ausstrecken uns einzeln auch auf Und da gibt's Bücher wie helfen Da kann man in der Bibel nachlesen.

00:56:14: Aber im Grunde genommen wie du sagst Es ist die Reise mit ihm, es ist die individuelle Auseinandersetzung.

00:56:20: Der Herr zeigt jedem Einzelnen, wo jeder seine Baustellen hat und er ist in der Lage und Willens und tut es mit uns, die Baustelle in jedem einzelnen Leben ganz individuell Thomas gerecht, Michael gerecht zu bearbeiten und abzutragen.

00:56:37: Johannes Hadel hat mal irgendwann einmal im Vortrag gesagt, dass er die ersten Jahre seines geistlichen Lebens Hat er so gedacht, brauche ich check viel?

00:56:45: Ich bin da der Überflieger.

00:56:47: Da ging es auch steil bergauf.

00:56:48: und dann hat er gesagt von Jahr zu Jahr wurde das Ausmaß des eigenen Desasters bewusst und hat er so gelacht in dem Vortrag Und habe ich gedacht genauso ist es eigentlich auch bei mir gewesen und immer mal wieder dass man manchmal nochmal vom Herrn eine Situation ran geführt wird wo man denkt meine Güte nach den ganzen jahren jetzt intensiv junger schafft sich engagieren lesen beten machen tun und dann passieren wir solche solche katastrophalen ausrutschen noch so von wegen mit gelästert negativ gedacht über jemandem den eigenen vorteil bewusst gesucht fünf grade sein lassen also keine katastrofalen dinge mehr aber wirklich dinge die eigentlich nicht mehr seien müssten.

00:57:30: das ist ganz das ist etwas dass passiert ja Immer mal wieder, und da wird man dann immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

00:57:38: Und das ist aber auch heilsam!

00:57:40: Aber damit dann gesund umzugehen... ...und es mit dem Herrn zu beräden, dass sie sagen, das ist nicht mein erwünschter Zielzustand.

00:57:47: Aber zu wissen, es geht nur mit ihm und es ist so angelegt.

00:57:52: Wir kommen viele Dinge gerade hoch.

00:57:55: Gerade weil du sagst, dass man Dinge aus eigener Kraft herausmacht.

00:58:00: Wenn ich es zurückdenke, also frisch unterwegs war mit einem.

00:58:06: glaube ich, hatte ich einen ganz großen Mangel

00:58:09: an

00:58:10: Liebe, Zuneigung und Anerkennung.

00:58:12: Ich weiß nicht wie es genau erklären soll.

00:58:15: Und daraus habe ich natürlich oft die Hand gerobene viele Dinge gemacht und mir ist bewusst dass diese Dinge dann einfach nicht diese geistische Tiefe und Substanz haben obwohl sie nach außen gut aussehen und die Leute toll finden was du alles gut kannst was man alles gut macht.

00:58:36: aber

00:58:38: Mir ist irgendwann bewusst geworden, dass das hat's nicht.

00:58:40: Das is' es net und bin froh, dass ich geletzten... ...vom zwanzig Jahre darin gewachsen bin.

00:58:47: Und auf der anderen Seite ist ja so wenn ich in die Bibel schau von Anfang an, von der Schöpfung.

00:58:53: er schafft alles.

00:58:55: Und am Schluss im Ende der Offenbarung ist er erst, der es voll bringt auch genauso wie am Kreuz, der das Böse besiegt.

00:59:05: Ich kann mich wahrscheinlich noch so abrackern in manchen Dingen Er ist es.

00:59:10: Der Vollbringer ist, dass ich in ihm bin und er in mir.

00:59:14: Also aus eigener Kraft Dinge zu schaffen also jetzt mal geistlich oder die eine tiefe Substanz da

00:59:19: haben...

00:59:21: Ich glaube das funktioniert nicht ohne ihn weil ohne ihn wie du sagst auch können wir nichts machen.

00:59:26: Du hast erzählt?

00:59:30: Oder du hast immer mal zwischendrin auch mal kurz erwähnt von deiner Frau?

00:59:33: Du hast ja einen Sohn.

00:59:36: Es wäre bestimmt spannend, wie Sie Gott erleben habe ich gedacht.

00:59:40: Aber auf der anderen Seite auch besonders Karl, dein Sohn... Was kannst du oder was können wir von ihm lernen?

00:59:48: Wie praktizieren sie Ihren Glauben?

00:59:54: Also wenn wir jetzt an Karl denken, Karl hat ja Down-Syndrom dieses Jahr achtzehnt und aufgrund seines Downsyndroms hat er phasenweise dann noch immer noch so ein Landläufig würde man sagen, ein kindliches Gemüt oder einen kindlich unverkrampften Umgang mit Gott.

01:00:14: Und manchmal bin ich fast ein bisschen neidisch wie er theologiefrei den Zugang zu Gott aufrechterhält und wie er auch für ihn kritischen Situationen dann so ganz ungestellt auf Gott zugeht.

01:00:35: Wie er ihn auch anbetet.

01:00:36: also der Karl ist auch jemand dem Gottesdienst ohne Scheu und ohne Menschenfurcht, die Arme hebt.

01:00:44: Glaub mitzinkend ob der Ton trifft oder nicht, der Jesus als seinen Freund sieht.

01:00:51: Und das ist schon so eine Gnade dass er das eben aufgrund seiner kognitiven Einschränkungen auf seinem SoScience wie er ist, wie Gott ihn ja auch hier mit seiner Genanomalie denn einfach hier auf dem Planeten begleitet, wie er einfach so ist und wie er Gott erlebt zu unmittelbar.

01:01:14: So einfach!

01:01:15: Das ist glaube ich schon manchmal sehr für uns auch entkrampfend, wie einfach es sein kann mit Gott umzugehen.

01:01:23: Und er lebt ihn unmittelbaar und er leb den geistlich ungefiltert.

01:01:28: Kinder haben ja grundsätzlich nochmal einen anderen Ungefilterten Einzugang meiner Meinung nach in die Geistliche Welt.

01:01:36: Meine tiefste Überzeugung, die neben viel ungefilterte Dinge war, spüren Dinge ganz anders.

01:01:41: Und das ist schon ohne jetzt Karl zu glorifizieren oder Menschen mit einer kognitiven Einschränkung oder mit Down-Syndrom zu glorificieren, darum geht es gar nicht.

01:01:51: Aber das ist auch noch mal so ein anderer Zugang, so einen unverkrampfter theologiefreier Zugang.

01:01:57: und dennoch interessiert er sich dafür und wir üben das so ein bisschen für uns ein haben da jetzt eine kleine Tradition dass wir beide uns Papa Sohnzeit, sondern das auch hinsetzen und ein bisschen in der Bibel lesen.

01:02:08: Er sucht sich dann aus seinem Ranger-Liederbuch, dann auch zwei Lobpreislieder raus die singen wir dann miteinander.

01:02:13: Das hat sich so eine Rituale etabliert finde ich spannend Und wir lesen dann in seiner Bibel miteinander und ich versuche es uns so ein bisschen zu vermitteln und Das ist schon so wo ich denke ja Wie wichtig das ist dass wir unseren Kindern des Kind gerecht und auch für unsere Kinder individuell Einbauen in unserem Alltag Und wie er das so lebt und wie Gott ihm begegnet, vor allem für ihn kind- und für ihn kahlgerecht.

01:02:43: Das freut mich auch, wie Gott im Trost ist, wie God ihm Inspiration gibt, wie er ihn berührt in Gottesdienst auch berührt, wie Er ihn in der Jugendgruppe berührt bei den Rangers berührt.

01:02:58: Das erlebt man wieder.

01:02:59: Das sieht man auch von außen.

01:03:00: Es berichtet Karl auch so

01:03:02: Aber

01:03:03: man kann es richtig von außen sehen und das freut mich sehr für meinen Sohn, wie das für jeden christlichen Papa eine Freude ist wenn er sieht dass die Kinder unterwegs sind.

01:03:11: Und mit Gott.

01:03:13: das freuht mich für ihn weil er einfach da auch viel Bewahrung, Schutz, Trost stört und weiß erst nicht alleine Er lebt ja auch manchmal Ausgrenzung, Abgrenzung so ein... Er ist ja schon teilweise auch in einer Bappel unterwegs In der Förderschule Später auch im beruflichen Kontext würde wahrscheinlich auch tendenziell zwar immer in inklusiven Situationen sein, aber das ist schon so für ein Mensch auch noch mal was ein Geschenk wenn man so einen Menschen weiß Gott macht da keinen Unterschied.

01:03:48: Das ist für mich schon so ein Learning, dass Menschen mit einer Einschränkung das für Gott eigentlich egal?

01:03:55: Da kommt es ihnen nicht drauf an und es sagt ja ganz viel über unseren Schöpfer aus wenn das für ihn in der Beziehung zu den Menschen keine Rolle spielt.

01:04:04: Das sagt auch, wenn wir jetzt mal von Karl weggehen, auch in zu anderen Einschränkungen keinen Unterschied.

01:04:13: Gott macht auch bei dem Erleben eines Demenzabrankten keinen Unterschied – Wir kriegen das vielleicht nicht mit aber für Gott ist Demenz auch kein Problem.

01:04:21: Für Gottes ist es alles kein Problem.

01:04:24: und das so jetzt zu Karl.

01:04:28: Da freue ich mich sehr für ihn und da sehe ich, wie Gott auch Menschen mit einem Down-Syndrom beispielsweise ganz individuell nahe ist.

01:04:40: Also wenn ich jetzt an Karl denke und dass ihr eure Beziehung ja gemeinsam pflegt mit Gott gibt es was wo du sagen kannst wow das werde ich vielleicht nie verstanden.

01:04:52: oder schaffst du schon Karl verstanden?

01:04:56: Also Karl zeigt mir immer wieder und korrigiert mich quasi dadurch durch sein Beispiel immer wieder wenn ich irgendwie unbewusst in so ein zu überlegtes auf Gott zugehen gehe.

01:05:09: Also wir wachsen und gerade, wenn wir gerne viel lesen oder mit Theologie beschäftigen und mit der Bibel auseinandersetzen dann kann das ja ganz schnell so durchintellektualisiert werden und schematisch oder überdacht Und KGZ direkt auf Gott zue.

01:05:26: Für Karl sind die Geschichten in der Bibels sehr klar.

01:05:30: Also wenn sie ihm gerecht wiedergegeben werden, so eine Jugendbiblioreihe die sprachlich das ein bisschen einfacher fast hat.

01:05:37: Die Neues-Leben-Bibel im Großdruck, die jetzt nicht so komplex ist wie die Elberfelde oder so.

01:05:43: und dennoch gibt es Situationen wo ich ihn dann zusammenhangen nochmal von biblischen Geschichten und die Poernte noch mal ein bisschen rausstreich um das ihm klarer zu machen.

01:05:52: aber wenn er's für sich erst einmal erfasst hat dann kann er das sehr gut annehmen und er geht dann unmittelbar auf Gott mit seinen Problemen, mit seinem Dank zu.

01:06:02: Und ich erinnere mich noch an eine Situation, da ging es im Körper nicht ganz schlecht.

01:06:06: Da hat er sehr unter einer Erkältung gelitten und einen Fieber und der wusste nicht mehr ein- und aus... ...und in parallel gleiche Situation.

01:06:14: Da war das sich ziemlich daneben genommen und da waren wir richtig stinkig mit ihm und dann war er schon ins Bett gegangen und da war natürlich für uns klar so lassen wir den Tag nicht zu Ende gehen.

01:06:26: aber er war dann nach hoch getrottet und dann hat man gemerkt, ihm war das nicht ganz angenehm.

01:06:31: Und dann lag er schon in seinem Bett und gesagt, oh Jesus was soll ich plus tun?

01:06:35: Und genau den gleichen Satz hatte er dann, wo er dann in drei Vierteljahr später dann so erkältet war und nicht weiter wusste mit seinen Schmerzen, oh jesus!

01:06:42: Was soll ich Plus

01:06:43: tun?!

01:06:44: Das hat mich so angerührt, wo ich das gehört habe, dass er... das hat mich beruhigt, dass der diesen Draht hatte.

01:06:51: Dass er da in seiner Bedrängnis oder in seiner in seinem Suche nach einer Lösung nicht erst überlegt hat, was steht denn in der Bibel drin und was wäre jetzt die richtige Antwort?

01:07:04: oder sondern diesen unmittelbaren Zugang zum Herrn?

01:07:08: Was mache ich

01:07:09: jetzt?".

01:07:10: Und das fand ich so stark.

01:07:12: Und das glaube ich ist etwas, was wir...was ich davon ihm so mitnehmen.

01:07:18: Das lebt er einfach vor!

01:07:20: Also auf der einen Seite wenn du bei dir anfängst zu rattern sag ich jetzt mal dass er sich einfach relativ in diesen kindlischen Glauben mit hinein nimmt, denn er so wahrnimmt oder wie er ihn lebt.

01:07:35: Wenn

01:07:35: ich die Chance aufgreif, auf alle Fälle, ja?

01:07:38: Also er kann sich im Lobpreis richtig hingeben zum Beispiel.

01:07:41: Er kann sich richtig freuen und er guckt nicht, komme ich gut an oder so.

01:07:45: Er wird immer aufgrund seines So-Signs, wird es ihm relativ egal sein oder wird dann nicht drüber reflektieren ob er jetzt irgendwie das Hemd raushängt weil er rumgetroppt hat im Worship.

01:07:57: Ob er richtig oder falsch singt, ob er cool aussieht wie es vielleicht bei Teenies dann irgendwann ist wenn sie sich fürs andere Geschwächt interessieren und die potenziell interessante Personen an dem Worship bei der Jugend Worship Night nebenan steht oder so generiert jetzt mal ein Fallbeispiel.

01:08:13: das wird ihm wahrscheinlich am Sparbleiben.

01:08:16: der kann sich da halt auch anders hingeben ohne ihn großzumachen zu glorifizieren.

01:08:20: aber wenn ich drauf gucke Was man bei ihm sieht und wo man sich mal überlegen kann, dann ob man vielleicht auch ein bisschen unverkrampfter auf Gott zugeht in manchen Situationen.

01:08:33: Also so eine Freiheit zu haben?

01:08:36: In dieser kindlischen Glaube ist auch schon ein großer Sägen denke ich

01:08:42: weil

01:08:43: ich habe so den Eindruck dass viel von uns das so verloren gegangen ist oder wir immer dahin streben Weil uns doch wichtig ist, was denken andere über uns und machen gewisse Dinge dann doch nicht so wie wir vielleicht auf den Drang jetzt machen.

01:08:57: Und man strebt ja auch oft nach diesem kindlichen Glauben und weiß gar nicht, wie man es richtig hinkriegt.

01:09:03: Es ist schon interessant!

01:09:06: Okay... Was frennt die aktuell auf dem Herzen?

01:09:11: Was möchtest du vielleicht auch Menschen sagen, die Christus nicht kennen?

01:09:17: bevor wir vielleicht hier bald die Aufnahme werden.

01:09:24: Die Zeiten da draußen werden, Herrter!

01:09:27: Wir Menschen kommen immer mehr an die Grenzen unserer Möglichkeiten.

01:09:32: Die aktuellen Krisen zeigen dass wir alleine nicht in der Lage sind gut mit uns umzugehen.

01:09:42: das Humanismus seine Grenzen hat Dass diese Idee der Mensch steht im Mittelpunkt und der Mensch ist allein für sich die Krone der Schöpfung und ist für sich die einzigste Lösung.

01:09:57: Es wird sehr deutlich werden in nächster Zeit, dass das nicht so ist und ich will jetzt nicht die Apokalypse predigen aber mir ist schon sehr bewusst geworden in den letzten Jahren, dass was ich erlebe – dafür kann nur Zeug es sein – weiß woher ich komme, weiß warum ich auf diesem Planeten bin und dass ich weiß, wohin ich gehe.

01:10:23: Dass diese drei wichtigen Fragen im Leben... ...dass sich die beantwortet bekommen.

01:10:28: Das ist eine unheimliche Gnade und ein Geschenk!

01:10:31: Und das ich weiß egal was da draußen passiert und wie die nächsten Jahre für uns wären.

01:10:37: Dass ich getragen und geborgen und gehalten bin.

01:10:40: Das wird mich vielleicht nicht vor schlimmen Dingen schützen hier in der Welt.

01:10:45: Aber es hat ja mal gesagt In der Welt habt ihr Furcht aber ich habe die Welt überwunden.

01:10:52: Das ist etwas, das eine Einladung.

01:10:54: Es steht jedem offen.

01:10:56: Manchmal stelle ich mir die Frage, ob die Menschen es wirklich suchen.

01:11:00: Oft geschieht es und das kennen wir ja aus den eigenen Geschichten.

01:11:03: oft geschieht die Suche oder die Rückbesinnung auf Gott und oft erst unter massiven Drucken und massiven Leid.

01:11:12: Und das ist schade.

01:11:13: aber manchmal ist es notwendig dass Menschen fragen kann das alles sein?

01:11:19: Kann dieses Leben was ich hier lebe mit den Annehmlichkeiten, die ich mir irgendwie selber arbeite.

01:11:25: Die jetzt vielleicht durch einen Krieg, durch eine persönliche Erkrankung, durch ne Arbeitslosigkeit ganz schnell alle ganz schnell sofort weg sind in Frage gestellt werden?

01:11:35: kann das alles sein?

01:11:35: diese Fragen stellen wir Menschen uns oft erst wenn es dann wirklich weggenommen wird wenn's wegfällt und Das ist ne unheimliche Gnade ein unheimliches Geschenk für menschen die mit Gott leben Jesus als Ihren Retter erkannt haben und sich ihm angeschlossen haben zu wissen, das ist nicht die letztendliche Heimat.

01:12:00: Das ist nicht der letzte Instanz.

01:12:03: Und in all dem gibt es immer einen, der mit einem im Leben ganz eng an der Seite geht und einen trägt, der immer am längeren Hebel sitzt.

01:12:15: Da bin ich wieder bei Theresa von Abela, die gesagt hat du und Gott, dass es immer die Mehrheit Wenn du aufs Spielfeld gehst, hast Du immer schon gewonnen.

01:12:24: Und wir erkennen das auch für Christen und ich erkenne es manchmal im Alltagsstress nicht.

01:12:28: Es ist eine große Aufgabe für uns Christen auch immer, uns da wieder dran zu erinnern.

01:12:33: Ohne das jetzt zu pathetisch zu machen aber Gott ist auf der Suche nach den Menschen bis zum Punkt wo dann die Suche aufhört.

01:12:42: Das ist eine Einladung an die Menschen da draußen zur Ruhe zu kommen in den Frieden zu kommen.

01:12:50: Nicht in dem irdischen Immer dieses Loch, was es ohne Gott nie zu stopfen gilt.

01:12:57: Was nie gestopft werden kann, nie erfüllt werden kann immer mit anderen Dingen zu füllen.

01:13:03: Diese Rastlosigkeit die zu beenden das funktioniert für mich aus meinem Überzeugen und aus meinem Zeugnis heraus.

01:13:10: Aus dem was ich erlebe nur in der Beziehung zu ihm dass da Friede einkehren kann.

01:13:15: auch selbst dann ist es als Christ noch einen Weg dahin.

01:13:18: aber das ist die Einladung Gottes an die Menschen da draußen.

01:13:23: Ganz spontan hatte ich auch den Eindruck, es hören uns vielleicht Menschen draußen zu.

01:13:28: Die denken wenn du wüsstest was ich alles getan habe und Gott kann mir das nicht verzeihen aber seine Einladung steht und die gesunden brauchen den Arzt unter die Kranken und was auch immer du getan hast wenn du sagst wow was hab ich gestohlen geklaut?

01:13:48: Menschen vielleicht ja großen Schaden zugefügt oder sogar Menschen auf irgendeiner Art und Weise das Leben genommen.

01:13:56: Wer weiß, wo du gerade stehst?

01:13:59: Jesus ist für dich da und empfängt dich mit Offenabend.

01:14:01: wie Du gesagt hast der verlorene Sohn zurück zum Vater kommt.

01:14:06: Und er ist für Dich als Kreuz gegangen.

01:14:09: Das wollen wir Dir einfach auch mitgeben.

01:14:11: und dann habe ich noch eins zwei Fragen Michel.

01:14:14: was würdest Du heute Deinem Jüngeren Ich sagen?

01:14:20: Das musst Du mir jetzt nochmal erklären.

01:14:22: Ein junger

01:14:23: Mann kam letztens auf mich zu.

01:14:27: kloppt man einfach so auf die schuld und ich war total überfordert.

01:14:31: also mir die frage geschält nach was kannst du mir alder als zack hat er nicht gesagt aber erfahrene oder so altermann mir junge menschen mit auf den weg geben?

01:14:43: diese frage hat mich in dem moment echt überrascht aber auf der andere seite auch heraus gefordert und ich habe gedacht wow das ist eine gute frage.

01:14:52: ja für ein abschluss vom podcast.

01:14:58: Also ich glaube, was ich mitgeben könnte ist, aus meiner eigenen Erfahrung heraus suche die Gegenwart Gottes und das sehr individuell.

01:15:12: Aber sucht die Nähe Gottes!

01:15:14: Und es ist eigentlich sehr einfach.

01:15:16: Man muss nicht jahrelang Theologie studieren, hilft die Bibel zu lesen, hilft Menschen, die mit Jesus auf dem Weg sind zu fragen wie machen sie's?

01:15:24: Und dann unmittelbar... Ich habe das neulich einem Geschäftspartner gesagt.

01:15:33: Die Situation kam so plötzlich auf.

01:15:37: Manchmal ist es der Anfang, sich abends zu Hause einfach nur hinzusetzen mit einem guten Glas auf die Terrasse und zu sagen hey Gott hier bin ich.

01:15:47: So warten was passiert.

01:15:49: Manchmal ist es wenn man schon mal Kontakt zu Gott hatte

01:15:52: das

01:15:53: wie Jesus sagt den stillen Kämmerlein zu gehen also sich zurückzuziehen wo es still ist die ganzen Medien abzuschalten.

01:16:00: Zu sagen hey ich möchte dir immer neu begegnen Und ich glaube, das ist es dieses wieder zu entdecken und darauf zu vertrauen, dass Gott antworten wird.

01:16:11: Dass er erscheinen wird in einem... Dass er sich zeigen wird, dass er den Kontakt erwidern wird.

01:16:20: wenn man sagt hier bin ich Das ist glaube ich das im Gott Sucher zu sein, Gott zu suchen, Gott lässt sich finden.

01:16:28: Und das ist glaube der drehen Angelpunkt, der Ausgangspunkt sucht die Gegenwart von ihm

01:16:36: Amen.

01:16:38: Somit wäre

01:16:39: wir beim Ende.

01:16:40: oder du hast noch was, was du gerne sagen möchtest?

01:16:43: Nee danke!

01:16:44: Danke für die Gelegenheit fürs Gespräch

01:16:50: Und vielleicht war heute genau dieser einen Satz für dich der Dich getroffen hat Dieser Gedanke der DICH nicht mehr loslässt.

01:16:58: Ignoriert das nicht.

01:16:59: Das ist kein Zufall.

01:17:01: Das ist ein Moment in dem Gott dir begegnet Dir ganz persönlich.

01:17:06: Hier passiert gerade etwas Etwas Größeres als wir sehen können.

01:17:11: Gott baut sein Reich mitten im Alltag, mittendurch Menschen mit Dich.

01:17:16: und bevor Du jetzt einfach weiter gehst, nimm Dir einen Moment.

01:17:20: Vergiss nicht zu beten.

01:17:22: frag Gott was Ihr Dir heute sagen will.

01:17:25: Vielleicht steht Ihr gerade vor der Tür Deines Herzens und klopft an.

01:17:31: lasst diese Chance nicht vorbei gehen und wenn Du spürst das diese Folge nicht nur für Dich war Dann behalte sie nicht für dich, sondern teile sie.

01:17:42: Teile diese Folge!

01:17:43: Schick Sie an eine Person die sie hören muss und klicke auf Folgen damit du nichts verpasst.

01:17:50: Sei Teil von dem was Gott gerade tut.

01:17:54: bis zur nächsten Folge.

01:17:56: sei gesegnet dein Thomas.

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