Zwischen zwei Welten - Ich verlor alles und fand etwas viel Größeres
Shownotes
Folge 5 – Zwischen zwei Welten Nach der Flucht aus Kirgistan beginnt für Maria in Deutschland ein neuer Lebensabschnitt – voller Hoffnung, aber auch voller Herausforderungen. Sie spricht offen über Rebellion, falsche Freunde, Angst, einen folgenschweren Unfall und ihre Suche nach Liebe, Identität und Zugehörigkeit. Doch genau in dieser Zeit begegnet sie Jesus auf eine ganz neue Weise. Eine bewegende Geschichte über Ablehnung, Neuanfänge, Berufung und die Erfahrung, dass Gott Menschen nicht aufgibt – selbst dann nicht, wenn sie sich selbst verloren haben. Themen dieser Folge: • Ankommen in Deutschland • Rebellion und Identitätssuche • Erste Schritte mit Jesus • Verletzungen durch Kirche und Menschen • Berufung als Erzieherin • Royal Rangers & Ukraine-Hilfe • Hoffnung trotz schwerer Zeiten 💛 Eine ehrliche Geschichte darüber, wie Gott aus Scherben etwas Neues entstehen lassen kann.
Transkript anzeigen
00:00:04: Es war einfach zu schlimm.
00:00:08: Der Vater schoß die Mutter an, die Mutter lag schwer verletzt im Krankenhaus der Papa bei dem Gefängnis.
00:00:16: Ich konnte den Sinn seines Todes absolut nicht verstehen.
00:00:22: es verändert nicht nur junge Menschen es verändert uns alle.
00:00:39: Für Maria und ihre Familie war es der Moment, in dem ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt wurde.
00:00:46: Ein paar Koffer ein letzter Blick zurück und eine Reise in ein Land das ihrer Heimat sein sollte aber sich zunächst fremd anfühlte.
00:00:55: Wie fühlte sie sich an alles hinter sich zu lassen?
00:00:58: Und was passiert wenn Freiheit plötzlich auch überfordert?
00:01:03: Willkommen zurück in zwischen zwei Welten Das Schicksal der Russland-Deutschen In ein Land, das meine Heimat sein sollte.
00:01:11: Aber sich noch überhaupt nicht so anfühle.
00:01:13: So oder so ähnlich hast du es in der ersten Folge ausgedrückt und ich wollte dich fragen Maria, kannst du dich an den Moment erinnern?
00:01:21: Als ihr in Deutschland ankommst seit was das Erste war, was du gesehen oder gespürt hast.
00:01:31: Deutschland!
00:01:32: Ich war erst sechzehn Jahre alt Und ich hatte gerade alles hinter mir gelassen Alles was ich liebte.
00:01:40: Es waren meine Freunde, meine Heimat – auch wenn meine Eltern immer wieder sagten, das ist nicht deine Heimat.
00:01:47: Die wunderbare Natur und eigentlich mein ganzes Leben!
00:01:53: Und trotzdem war für mich in dem Moment etwas anders.
00:01:56: Die Angst war weg die Angst dass meine Eltern wegen dem Glauben verhaftet werden.
00:02:02: Das war plötzlich vorbei und es hat sich wie eine große Erleichterung eingeführt.
00:02:07: Wir kamen in Frankfurt an, es war spätabends.
00:02:11: Immerhin sind das aus Kyrgyzstan bis nach Frankfurt zehn Stunden Flug und das rote Kreuz holte uns ab – alle sprachen Deutsch!
00:02:20: Bevor und nach Unermassen.
00:02:22: da mussten wir einige Wochen bleiben um unsere Papiere fertig zu machen und dann uns entscheiden wohin wir fahren und wo wir unsere Zukunft verbringen.
00:02:35: Für mein Papa war es klar, er möchte nach Fungstadt.
00:02:38: Denn da war eine Gemeinde, eine Baptistin-Gemeinde gegründet von einem Mann, Bill Friesen kann ich auch öffentlich sagen der in Kyrgyzstan zehn Jahre Haft bekommen hat wegen seinem Glauben und da wollte mein Papa hin.
00:02:59: Das war aber dann schwierig, weil da kein Platz war in der Unterkunft und so kamen wir nach Langen erst für einige Monate.
00:03:09: Für mich war das ein komisches Leben eine ganze Familie in einem Zimmer vorbei mit der Freiheit.
00:03:17: wo ist der Garten?
00:03:19: Später haben wir in Funkstadt zwei Zimmer bekommen eins für meine Eltern und eins für Oma und vier Kinder Und kein Garten Kein Obst, das man sich spontan holen konnte.
00:03:34: Es war einfach alles nicht mehr da.
00:03:37: Meine Schwester und ich kamen nach Zwinnenberg auf die Orbeshöhe.
00:03:41: Orbesöhe war so eine Art Internet.
00:03:44: Dort sollten wir noch besser Deutsch lernen oder unsere Zukunft planen.
00:03:50: Aber für mich begann dort alles anders.
00:03:53: Ich wollte meine Freiheit leben!
00:03:55: Ich wollte rebellieren!
00:04:00: Und ich wollte es meine Eltern spüren lassen.
00:04:03: So passiert das oft, dass ich abends durch das Flachdach-Obergeschoss nach draußen mich absetzte und mich mit neu gewonnenen Freunden triff.
00:04:16: Es waren aber nicht die richtige Freunde.
00:04:19: Es war einfach die, die ich in der Zeit kennengelernt habe.
00:04:26: Im Nachhinein kann ich nur sagen... Vielleicht waren es auch die falsche Freunde.
00:04:31: Ich fing mit Sachen an, die eigentlich davor in Kyrgyzstan für mich gar nicht so wichtig waren.
00:04:41: Ich rauchte, ich trank Alkohol und ich verbrachte den Nächten nicht immer im Internet und auch nicht immer zu Hause wenn ich zu Hause war.
00:04:53: Für meine Eltern war's auch nicht einfach.
00:04:56: sie musste nur anfangen.
00:04:58: Sie machte nochmal einen Deutschsprachkurs und mein Papa hat sehr schnell eine Arbeit bekommen als Schreiner.
00:05:10: Und meine Mama musste sich orientieren, was sie in der Zukunft machen möchte.
00:05:16: Für mich selbst konnten die Eltern kein Halt geben, keine Richtung, keine Perspektive.
00:05:23: Ich hatte das Gefühl ich habe den Boden verloren!
00:05:28: Die Freiheit der Kirche meiner Eltern Interessierte mich nicht.
00:05:32: Ich wollte nichts davon wissen, es lief sowieso alles gerade schief in meinem
00:05:39: Leben.".
00:05:41: Ich fasse nochmal kurz zusammen.
00:05:42: ihr kam von Kyrgyzstan mit dem Flugzeug nach Frankfurt dann nach Unna bei Dortmund wenn ich richtig bin oder da oben im Nordrhein-Westfalen Dann zurück nach Langen nach Pfungstadt und Ihr wurde dann als Kinder untergebracht in der Orpishöhe in Zwingenberg-Rischdeck?
00:06:02: Ja, genau so was.
00:06:04: Krass!
00:06:04: Ich habe mir echt gedacht... Wahnsinn!
00:06:07: Ich hab gedacht man braucht eigentlich die Familie umso mehr und dann seid ihr in einer Unterkunft getrennt von den Eltern.
00:06:14: Eigentlich vielleicht nur an den Ferien zusammen oder?
00:06:18: Ferien und Wochenende Je nach, also wenn es möglich war auch Wochenende bin ich dann halt nur in den Ferien.
00:06:28: Was war am Anfang das Schwierigste für dich persönlich?
00:06:32: Ich glaube der schwierigste für mich war richtige Freunde zu finden mit denen ich über alles reden konnte und mit denen sich auch mal Sachen unternahm die ich wollte.
00:06:44: klar hatte ich auch paar Freunde oder besser gesagt aus Kyrgyzstan noch, die in die Kirche meiner Eltern ging.
00:06:54: Das waren zwei Mädchen, die mir sehr viel bedeuteten aber sie hatten einfach eine andere Lebenseinsicht als ich und für sie war Kirche-Gemeinde ganz wichtig und für mich gar nicht und deswegen gingen da unsere Vorstellungen vom Leben auseinander.
00:07:14: Lebt ihr auch auf der Obyshöhe?
00:07:15: Nein!
00:07:16: Die lebten in Pfungstadt und die waren schon länger in Deutschland als wir.
00:07:20: Okay.
00:07:21: Gab es Momente, wo du gedacht hast ich gehöre hier überhaupt nicht hin?
00:07:25: Die gab's oft.
00:07:26: eigentlich gabs die erste Zeit die fast täglich.
00:07:30: aber dann dachte ich immer okay ich lebe in Freiheit Ich muss keine Angst zu haben ich muss mir nicht so viel Sorgen machen um mein Papa und meine Eltern Und hier geht sie ja eigentlich nur mich und ich kann jetzt mal der volle Freiheit ausnutzen und einfach nur rebellieren.
00:07:50: Ich denke auch durch das, dass ich rebelliert habe, haben meine Eltern sich erinnert, aha!
00:07:56: Da gibt es jemanden der uns versorgen macht aber der jemand, der gesehen werden möchte und das war
00:08:07: ich.".
00:08:08: Was hat dir geholfen dich langsam hier zurechtzufinden?
00:08:12: Ja davor gab's noch einige Geschichten die einfach nicht unbedingt gut waren.
00:08:19: einen Freund damals, ja mein Freund wollte es sagen und wir hatten zusammen ein Unfall.
00:08:27: Ich war ja erst siebzehn in der Zeit und er ist dann geflüchtet und ich wusste gar nicht wie die Geschichte weitergeht ob der Mensch sehr verletzt war.
00:08:39: Ich habe mich viele Sorgen gemacht und ich habe mir auch Gedanken gemacht um Sinn des Lebens.
00:08:44: Und da kam die Geschichte auch, dass meine erste Begegnung mit der Polizei ... Es war ein Verhör und ich musste Stellung dazu nehmen.
00:08:58: Ich musste ihm halt auch verraten.
00:09:01: Und ich hatte auch einige andere Menschen kennengelernt, die nicht unbedingt gut für mich getan haben.
00:09:09: Aber im Nachhinein denke ich, die waren auch für mich wertvoll wie einer, der zu mir gesagt hat Maria, du gehörst nicht in diese Welt.
00:09:18: In dir steckt was viel, viel tieferes und ich habe mir damals Gedanken gemacht.
00:09:25: Ich war überhaupt nicht mehr kreativ.
00:09:28: Ich hatte meine Begabungen gar nicht mehr ausgeräbt.
00:09:31: eigentlich ging das nur um keine Ahnung Zeit zu verbringen und das war nicht ich.
00:09:38: Und dann hab' ich eine Sozialpädagogin kennengelernt in Darmstadt die sich um Jugendliche die hier ankommen sollten, gerade um die Heimkehrer Kinder gekümmert hat.
00:09:52: Und sie sagt, was möchtest du?
00:09:54: Ich habe gesagt Geld verdienen und ich fing irgendwie einen Job an der mir überhaupt keinen Spaß gemacht hat.
00:10:02: und ich hab gedacht, ey das will ich gar nicht!
00:10:05: Ich will nicht irgendwo in der Kasse stehen.
00:10:08: Ich wollte Pädagogin werden, ich wollte mehr!
00:10:12: Ich wollte mich um Kinder kümmern Und ich hörte da auf und sie gab mir Tipps, um halb mehr auf den Weg in eine pädagogische Schule zu kommen.
00:10:24: Und ja mein Fach-AB meine Schule fertigzumachen... ...und dann einfach weiterzukommen.
00:10:35: Darf ich eine Zwischenfrage stellen?
00:10:37: Gerne!
00:10:38: Der Unfall von dem du berichtet hast war das ein Autounfall, Motorradunfall oder...?
00:10:45: Das war ein Autounfall.
00:10:46: Wir waren mit einem Auto unterwegs.
00:10:49: Wenn du die Zeit in einem Gefühl beschreiben müsstest, welches wäre das?
00:10:55: oder wie würdest du das betiteln?
00:10:58: Auf der Suche nach und Ende meiner Zukunftsplanung.
00:11:06: Es war einfach im Moment also ob ich alles verloren habe was ich geliebt hab Und es war auch ein Gefühl Ich werde nicht gesehen, ich werde nicht geliebt.
00:11:19: Ich bin ganz alleine.
00:11:21: Ich habe niemanden.
00:11:23: Ich hab mir Menschen gewünscht, die sich um mich kümmern.
00:11:27: Menschen, die in mich reinschauen können.
00:11:31: Irgendjemand der mich einfach gesehen hätte und mein Herz gesehen hatte, meine Suche gesehen hat.
00:11:40: Sie wahrscheinlich war auch diese Etappe meines Lebens entscheidend und wichtig für mein weiteres Leben.
00:11:49: Deine... Ich denke gerade an deine Familie, an deine Großmutter und deine Eltern.
00:11:56: Wenn ich mir vorstelle ihr kommt macht diesen Schritt wieder nach Deutschland.
00:12:01: Und ... ... war ja nicht in den Sehunderts neunzehnhunderteinundvierzig als ihr nach Leipzig kam.
00:12:08: Hast du mitbekommen wie der Schritt für deine Familie war?
00:12:11: Als ihr hierher gekommen seid?
00:12:14: Oh ja, sehr.
00:12:18: Meine Oma dachte sie kommt in ein Deutschland das sie damals verlassen hat.
00:12:27: und sie kam nach Deutschland in eine hippie Zeit wo wirklich naja die junge Menschen mit zerfetzten Hosen rumliefen mit Flecken auf der Jinshose.
00:12:42: es war alles kein Problem Und sie war eigentlich entsetzt und hat gesagt, wo ist das Deutschland geblieben?
00:12:51: Dass ich damals verlassen habe.
00:12:53: Ich glaube auch dass Sie hier in Deutschland bis zu Ihrem Tod nicht mehr zurückgefunden haben.
00:13:02: In ein Gefühl.
00:13:04: schön, dass ich da bin!
00:13:07: Ich denke, sie hat hier noch mehr das Gefühl gehabt... ...ich hab' nicht so eine Macht über meine Enkel und über meine Kinder.
00:13:17: Meine Eltern hatten nur ein Ziel zu arbeiten, viel zu arbeiten um sich in eigenes Heim irgendwann mal zu bauen um aus der Enge einer Wohnung rauszukommen.
00:13:31: Und ich habe meine Eltern nur am Arbeiten gesehen nach der Arbeit vor der Arbeit.
00:13:38: Ich hab sie nur erlebt als Menschen, die nach Deutschland gekommen sind um viel zu arbeiten.
00:13:45: Wir haben in der letzten Folge viel über deine Familiengeschichte gesprochen auch über Glauben wie sie ihren Glaubengeliebt haben.
00:13:55: Wann wurde dieser Glaube dein eigener?
00:14:00: Gab es da einen konkreten Moment oder war das eher ein Prozess?
00:14:06: Oh!
00:14:07: Das war kein Prozess, das war eigentlich nur ein Moment und zwar auf der Orbeshöhe in Zwingenberg, war ich eigentlich so ziemlich am Ende und unglücklich.
00:14:21: Aber ich hatte da ein Mädchen die hieß Freda und diese Freda war für mich ein großes Beispiel.
00:14:29: sie kümmerte sich um mich obwohl sie nur eins zwei Jahre älter waren.
00:14:36: Sie sah wenn ich jemand brauchte.
00:14:38: sie räumte sogar mein Zimmer auf.
00:14:41: Sie öffnete mir nach das Fenster, damit ich durch das Fenstern wieder reinkam.
00:14:48: Und eines Tages sagte ich zu ihr, Ich möchte eine totale Lebensveränderung.
00:14:53: Ich möchte so werden wie du und sie sagte, Das kannst Du nur mit Gott!
00:14:58: Ich glaube sehr an Gott und Gott ist mein Leben.
00:15:04: Ab da begann eigentlich mein anderes Leben Und ich fing an, die Jugendgruppe in Funkstadt zu besuchen.
00:15:14: In der Kirche meiner Eltern zu gehen.
00:15:17: Die Kirche war sehr konservativ und ... Ich passte überhaupt nicht in diese Kirche!
00:15:23: Es ging viel um Regeln, um Verbotung, Korrektur und um wenig um das Herz.
00:15:29: Für viele Eltern von den Kindern, Jugendlichen war ich einfach ein Mädchen das.
00:15:36: Wie soll ich das sagen?
00:15:38: Ein Mädchen, der versaut wurde.
00:15:40: Und so erlebte ich zweimal in der Zeit ... dass Jungs sich in mich verliebten und eine von seinen Eltern gesagt bekommen hat, bitte nicht die Maria!
00:15:55: Die Maria hatte schon so viele Freunde aber keiner fragte, wie weiss ja wirklich was für ein Mensch war ich?
00:16:06: Mir passierte, dass auch Eltern von einem jungen Mann in dem ich sehr verliebt war gesagt haben, dass ich in dieser Familie nicht passe.
00:16:18: Weil ich so anders bin!
00:16:21: In der Kirche fühlte ich mich nicht wohl obwohl ich mich da taufen ließ.
00:16:26: und da beschloss ich panzinig mutig weich den ganzen Ältesten der Gemeinde zu sagen das diese Kirche nichts für mich ist.
00:16:37: und so ging ich weg aus der Gemeinde.
00:16:41: Irgendwie aber nicht von Gott, weil ich ja immer wieder mit ihm redete, aber ich lebte danach nicht
00:16:49: mehr.".
00:16:50: Aber dieser persönliche Zugang zu Gott war eher geprägt von Angst oder von Vertrauen?
00:16:57: Wie sah das aus?
00:16:59: Musstest du da dein Gottesbild auch irgendwie neu lernen?
00:17:06: Gottes Bild eigentlich gar nicht neu lernen.
00:17:08: Ich habe ja viel von meinen Eltern mitbekommen und ich wusste auf einmal, dass sich mit irgendjemand reden kann und eben alles erzählen kann.
00:17:19: wenn es mir schlecht ging, wenn ich einsam war und wenn ich mit Gott redete hatte ich so ein Gefühl der Erleichterung und ein Gefühl das ich endlich mal jemand hab der für mich da ist und mich versteht, auch meine Gebete erhört.
00:17:38: Auch wenn ich jetzt nachdem ich die Funkstadt der Kirche verlassen habe kurz das Gefühl nicht mehr hatte aber trotzdem tief in meinem Herzen hatte ich auf einmal das Gefühl dass Gott da ist für mich.
00:17:56: Das liegt jetzt ungefähr fast fünfzehn Jahre zurück.
00:18:01: Ja
00:18:02: Wie sieht Dann glaube heute im Alltag aus, wie pflegst du heute deine Beziehung?
00:18:12: Ja wir überspringen dann kurz vielleicht kommen wir auch wieder zurück.
00:18:17: Heute bestimmt eigentlich mein Leben das was Gott mir gegeben hat und wahrscheinlich große Liebe für Menschen die jemanden brauchen.
00:18:29: Das bestimmt mein Leben Und viele sagen zu mir Maria, du machst so viel.
00:18:36: Wenn Du eine Sache weg gibst, bekommst Du drei neue Sachen.
00:18:42: Ja das stimmt!
00:18:44: Ich habe eine sehr, sehr enge Beziehung zu meinem Gott und ich bete für viele Menschen aber ich bin ein Mensch der nicht nur betet, der auch immer wieder Schritte tut und für andere Menschen da ist.
00:19:05: eine pädagogische Ausbildung genießen.
00:19:08: Ich durfte Weiterbildung machen in Tonlemppädagogik und ich habe so viel geschafft, was früher meine Ziele waren wo ich kurzer Zeit nachdem wir nach Deutschland gekommen sind nicht mehr dran geglaubt haben.
00:19:28: aber gutes Wege war einfach perfekt.
00:19:30: für mich habe ich meinen Traum geliebt und noch dazu kam dann irgendwann, dass ich einen Ehemann kennengelernt hab.
00:19:46: Der aus Indonesien kam und der genau dieselbe große Liebe für andere Menschen entfand.
00:19:55: Und wir durften dann zusammen trotz unserer zwei Kindern Gott dienen!
00:20:06: Er in seinem Superkreativität, im Kochkunst, also es war kein Koch.
00:20:15: Sonder hat Architektur studiert und dann in der Computerbranche gearbeitet aber er konnte immer die Menschen mit seinem super kreativen Kochen und Leckeren begeistert Und das hat er immer wieder gemacht Immer Menschen zu uns eingeladen.
00:20:38: Viele Jugendliche durften bei uns übernachten, essen und sich wie zu Hause fühlen.
00:20:47: Das war so unser Leben ...
00:20:52: Darf ich kurz einhagen?
00:20:55: Ich kenne dich ja jetzt schon viele Jahre.
00:20:58: Und dein Glaube ganz praktisch ist geprägt von Liebe, Nächstenliebe an den Menschen dienen für einander da sein gibt es Aber auch für dich Herausforderungen in deinem Glauben?
00:21:13: Herausforderungen, in meinem Glaubens gibt das immer wieder.
00:21:17: Wenn schwierige Situationen kommen, dass man sagt Gott wo bist du gerade?
00:21:25: ich spüre dich nicht.
00:21:27: Wo bist Du?
00:21:28: warum hilfst du in der Situation nicht?
00:21:32: mein Leben war auch nicht immer so ganz einfach.
00:21:36: Ich und mein Mann, wir kümmern uns um andere Kinder.
00:21:42: Um Kinder die jemanden brauchten, die vielleicht kein Gefühl von zu Hause hatten.
00:21:51: Wir durften im engeren Kreis auch erleben Missbrauch von Kindern oder einem Kind.
00:22:03: auch einen jungen Mann zur Grabe tragen, der Siozit begann.
00:22:11: Das waren keine kleine Sachen.
00:22:13: das war wie als ob der Boden unter den Füßen bekerissen wurde und dann in dem Moment das Gefühl was ich hatte eine Decke übern Kopf zu ziehen und zu sagen Gott wo bist du?
00:22:31: Wo bist du gerade in so einer Situation?
00:22:34: Schlimmer kann das doch gar nicht sein.
00:22:37: Wo bist Du?
00:22:38: Und dann wieder den Boden zu spüren und ein Gedanke, ich bin da!
00:22:47: Ihr müsst das zwar alles erleben aber Ich bin da.
00:22:51: Ich habe mich nie verlassen.
00:22:54: Diese Situation haben mich nicht von Gott weggebracht sondern eigentlich näher zu ihm.
00:23:01: Eine Frage wäre gewesen von mir, was machst du wenn du... Du hast jetzt gerade mehrere Situationen beschrieben.
00:23:08: Wo es dir schwer gefallen ist und wo du nicht weiter wusstest.
00:23:13: aber sagen wir die konkrete Frage Was machst du?
00:23:16: Wenn du Gott gerade nicht spürst oder in den Situationen nicht gespürt hast?
00:23:21: In so Situation verkrieche ich mich eigentlich die Menschen, die mich kennen, die wissen, dass ich eigentlich ein sehr kommunikativer Mensch bin.
00:23:30: Aber wenn ich so Situationen erlebe dann bin ich alleine.
00:23:35: also ich liebe mein Zimmer in Zwingenberg ganz oben offenes Fenster und Ich sehe oft den Sonnenuntergang Und dann rauszugucken und diese Weite zu sehen und zu fragen Gott wo bist du gerade?
00:23:55: Warum spürst ich nicht?
00:23:57: Wo bist du gerade?
00:23:59: Hol mich wieder zurück.
00:24:01: Und während du jammerst und Gott grade die ganze Sachen vor den Füßen knallt, ein Gefühl zu haben... Ich bin da!
00:24:13: Siehst Du wie die Sonne untergeht?
00:24:15: Sie wird auch wieder aufgehen.
00:24:17: Und du siehst zwar jetzt den Berg aber ich geb dir die Hand und wir gehen nach oben Und da wirst du sehen, es geht weiter.
00:24:28: Das hat mich immer ermutigt, weiterzugehen.
00:24:32: Weil Gott mir in den Zeiten wo ich alleine war das besonders
00:24:36: zeigte.".
00:24:38: Du hattest vorhin ... Hattest den Eindruck, wolltest du noch was erzählen?
00:24:43: Wo ich eine Frage gestellt habe und du gesagt hast okay dann kommen wir vielleicht später nochmal drauf zurück oder Da fehlt irgendwas.
00:24:51: Kannst du dich erinnern, was das war?
00:24:54: Ja, das war meine Ankunft hier in Deutschland.
00:24:59: Und danach mein Werdegang und dann von Gott eine Berufung.
00:25:07: Gott hat mich und meinen Mann berufen.
00:25:11: Berufen für Kinder-und Jugendliche?
00:25:15: Berufen!
00:25:17: Eine Arbeit zu tun wo ich sage dass es die größte Missionsarbeit unter Kindern unter Jugendlichen in Deutschland.
00:25:27: Und das ist die Arbeit der Royal Ranger.
00:25:31: Dann habe ich mich eigentlich komplett gefunden, ich habe mich gefunden und ich habe neue Kyrgyzstan erlebt, neu irgendwo hinzukommen wo gar nichts ist um was aufzubauen.
00:25:45: ein kleines Zuhause auf dem Camp mit einem Zelt, mit einem Tisch Mit einem kleinen Zuhauses.
00:25:54: Aus nichtsem standen ist, ich lebte auf einmal meine Kindheit nochmal und ich war begeistert davon.
00:26:03: Und diese Begeisterung habe ich auch immer weiter den Kindern- und Jugendlichen gegeben.
00:26:09: Was mich noch total fasziniert hat an dieser Arbeit... Ich hab mich damals, wo ich nach Deutschland gekommen bin sehr einsam gefühlt und ich habe mich gesehen nach Erwachsenen, die einfach für mich da wären.
00:26:29: Mir die Hand gegeben hätten vielleicht auch den Weg zu Gott gezeigt haben nicht mehr gesagt haben das und das und dass machst du falsch sondern einfach vorgelebt und mir die hand gegeben.
00:26:41: Und das durfte ich bei Rorensche in einer Team Arbeit machen.
00:26:45: Ich hatte mein erstes Mädchentheam und Zuhause hatte ich ein zweijähriges Kind und ich durfte diese Mädchen begleiten und ihnen ein Stück weitergeben, was ich so im Leben erlebt habe.
00:26:59: Und einfach auch diese bedienungslose Liebe die Gott mir gegeben hat war ich bereit auch ihn zu geben.
00:27:07: und ich kann nur sagen es lohnt sich.
00:27:12: und ich habe jetzt immer noch zu den Mädels Kontakt.
00:27:18: Sie sind mittlerweile alle Mamas geworden Aber ich darf einige davon auch weiter auf ihrem Weg begleiten.
00:27:28: Wenn ich es richtig in Erinnerung hab, du kannst mich immer wieder gern korrigieren aber sei's die World Ranger Arbeit oder auch später was anderes war dann Mann immer irgendwie der Vorreiter, oder?
00:27:42: Oh ja oh ja!
00:27:43: Ich habe immer mich so ein bisschen von so Sachen gedrückt, weil ich hatte ja... Ich war immer sehr gut beschäftigt.
00:27:52: Ich bin sehr früh in meinem Leben schon in die Leitung vom Kindergarten eingestiegen und ich war eigentlich auch beruflich so sehr eingenommen.
00:28:04: davon abgesehen.
00:28:06: Hatt ich ja auch noch zwei Kinder.
00:28:08: Zwei Jungs, die meinem Leben ja auch sehr viel bedeuteten und mich bereicherten.
00:28:15: Deswegen habe ich immer gedacht, hm, ich muss ja nicht noch zusätzlich was machen.
00:28:22: Und so hat das auch mit der Oranger Arbeit angefangen.
00:28:26: Mein Mann hat gesagt, ich weine in Indonesien bei den Pfadfinder und möchte diese Arbeit hier weiterleben.
00:28:32: Unhart mit drei anderen Männern die Ausbildung gemacht.
00:28:36: Die haben auch den Stamm in Hepenheim gegründet.
00:28:40: Und dann hat er immer wieder gefragt, hast du eine Idee für ein kleines Theaterstück?
00:28:46: Kannst du mal ein Geländespiel organisieren.
00:28:50: Kannst Du mal bei uns, wir wollen kurz Camp machen, Workshops vorbereiten und irgendwann habe ich gesagt, Benni frag doch mal möchtest du auch Rorynja werden?
00:29:04: und dann schaut er mich an und ich sagte Ich werde es machen Wenn Gott mir das sagt, wenn er mich beruft und dann sagt er mir, dann macht doch erst die Ausbildung.
00:29:16: Und danach kannst du dich
00:29:17: entscheiden.".
00:29:18: Und den Weg bin ich auch gegangen!
00:29:20: Ich habe die Ausbildungen gemacht und stand auf den Knien dort und hab gesagt, dass ist das was ich immer wollte.
00:29:33: Ich glaube hier bin ich angekommen in dieser Arbeit.
00:29:37: Was hatte ich?
00:29:39: Leidenschaft über Menschen beziehungsweise vielleicht auch über dich selbst gelehrt.
00:29:45: Wow, was für eine Frage!
00:29:50: Leidtschaft ist total wichtig.
00:29:53: in der Leidschaft ist auch wichtig dass jeder seine Meinung sagt aber in der leidenschaft braucht man noch Führung und jeder der führt muss auch das Ruder in der Hand haben.
00:30:09: es bringt nichts wenn man nur diskutiert und diskutiert, und zu keinem Entschluss kommt.
00:30:16: wichtig ist so sagen diesen Weg geh ich.
00:30:20: Aber wichtig ist mir bei der Leidenschaft alles in Liebe zu tun.
00:30:26: Ich habe oft erlebt Auseinandersetzungen Beleidigungen Und ganz viele Sachen die mir selbst nicht gut getan haben In meinem Kopf, das ist so fest verankert.
00:30:43: Egal was du tust, tu es in Liebe!
00:30:47: Wenn Du ein Problem regelst, sag es aber tu es im Liebe.
00:30:54: und das Wort alles was Du tust tust in Liebe hat mich immer bei der Leitenschaft egal beim Run-Renschen oder auch auf der Arbeit geholfen.
00:31:07: Gab's Momente?
00:31:09: Sind ja schon... Der Verein hatte jetzt dreißigjähriges Jubiläum.
00:31:16: Da gibt es ja auch Momente, die einen überfordern.
00:31:19: Gab es Momente wo du dich persönlich überfordert gefühlt hast?
00:31:24: Überfordert in Richtung Kinder?
00:31:26: eigentlich nicht.
00:31:28: aber überforderte war ich wenn ich nicht verstanden habe warum Leiter so oder so reagiert haben.
00:31:38: oder ganz schwierig was für mich wenn Leiter den Stamm verlassen haben, nicht wegen Studium sondern einfach verlassen habe weil sie sich da nicht mehr wohlgefühlt haben.
00:31:55: Weil Sie vielleicht die Anerkennung nicht bekommen haben.
00:31:59: und das hat mich schon überfordert.
00:32:01: wenn ich das Gefühl hatte vielleicht hab' ich nicht allen Leitern die richtige Anerkannung gegeben oder Ein Feedback von der Arbeit, vielleicht hätte ich da mehr machen sollen.
00:32:15: Vielleicht habe ich nicht genug Wertschätzung ihnen weitergegeben.
00:32:19: Das waren die Momente wo ich ihnen gehalten hab und gesagt haben, vielleicht bist du doch nicht die Richtige?
00:32:27: Und es gab auch Momente, wo ich gedacht hab, die waren aber immer ganz kurz, vielleicht solltest Du doch jetzt mal was ganz anderes machen!
00:32:38: Aber ehrlich gesagt waren meine große Motivation immer zu bleiben.
00:32:44: Die Kinder und Jugendliche, die dann gesagt haben wir schön dass es euch das diesen Stamm gibt Und ich glaube auch das war Gott der mich immer wieder zurück geholt hat und gesagt hat Für diese Kinder für diese jugendliche zu kämpfen macht immer Sinn.
00:33:07: Also ich bin davon überzeugt vielen Kinder, viele Jugendliche, viel Erwachsenen die eine Zeit bei dir aber euch im Stamm waren gegangen sind teilweise wiedergekommen sind.
00:33:22: Weil mir die Zeit also so misspersönlich war.
00:33:26: Eine Zeit wo man ein Segen sein konnte und einen Samen pflanzen konnte Und ich habe es auch immer so wahrgenommen Bisschen wie bei Mose der nicht ins verheißene Land durfte.
00:33:38: Man sieht immer gern die ganze End und dass alle Leute da sind.
00:33:41: Aber ich habe immer die Überzeugung und den Glauben gehabt, dass das was wir da gemeinsam in der Arbeit erlebt haben oder auch an anderen Stämmen.
00:33:50: Dass es ein Segn ist und dass das auch irgendwann dieses Hammer aufgeht und wächst und so einer großen Blüte zum starken Baum wird.
00:33:58: Und die Momente wo du jetzt eben angesprochen hast denke ich einfach Es liegt nicht an einem Was hat man falsch gemacht?
00:34:08: Sondern es gibt viele Situation im Leben durch Heirat, durch andere Dinge wo man einfach eine Entscheidung trifft einen anderen Weg einzuschlagen.
00:34:18: aber ich glaube da brauchst du ja keinen Kopf machen.
00:34:21: So oder zu fragen ob es was habe ich falsch gemacht?
00:34:24: Was liegt dann mir oder so?
00:34:26: Da gibt's oft viele Umstände wieso bis halt warum Menschen sich für etwas anderes entscheiden und... Ich kenne sie erst selbst bei mir!
00:34:34: Ich hab die Rangerarbeit auch mal ne Zeit liegen lassen dann wieder aufgegriffen Ja Aber Zurück zu der Sache.
00:34:43: Ich gehe jetzt mal zum Thema Jüngerschaft, was bedeutet Jüngerschaft für dich ganz persönlich?
00:34:50: Jüngerschraft ist einfach eine Lebenseinstellung für mich und ich glaube das ist auch das, was Gott von uns möchte, dass wir es leben.
00:35:06: und das bedeutet mir in meiner Arbeit sehr viel.
00:35:12: Und ich kann natürlich sagen auch, die Reife und die Erfahrungen, die verändern einem und stellen einem auf ganz, ganz anderes Fundament.
00:35:23: Auch wenn ich ein Mensch bin, der nicht gerne älter werden möchte, kann ich sagen dass ich durch die Reifen auch Jungeschaft erlebe.
00:35:38: Ich gehe mal auf dein Beruf als Erzieherin ein.
00:35:43: Du hast es vorhin schon mal angeschnitten.
00:35:46: Wie bist du Erzieherin geworden?
00:35:49: War das ... Klar, es war dein Wunsch!
00:35:52: Aber hast du den Eindruck, dass Gott dich da hineingeführt hat?
00:35:57: Ja auf jeden Fall.
00:35:58: ich wollte ja immer mit ... Ich wollte immer mehr, ich wollte immer mit Kindern, mit Menschen arbeiten und eigentlich standen so auch im Kopf mein Gedanke.
00:36:13: Psychologie studieren.
00:36:15: Das war ganz, ganz fest in mich verankert dass ich das irgendwann machen werde und vielleicht auch Innenarchitektur weil Ich bin total kreativ Und ich kann aus einem total leeren Raum was Total tolles Machen und besonders nach Themen arbeiten.
00:36:38: und Es war immer schon so.
00:36:41: mein Danke, also in die Richtung zu gehen oder in Richtung Theaterpädagogik.
00:36:47: Ich schreibe Theaterstücke für die Camps schon mehrere Jahre.
00:36:52: Gerade habe ich mit meiner Nichte zusammen ein Theaterstück geschrieben für das Sommercamp für ganz Deutschland.
00:37:00: Exodus mein Gott ist größer.
00:37:04: aber damals habe ich gedacht okay irgendwo musst du dir anfangen.
00:37:10: und Ich habe sehr früh, eigentlich für mich damals zu früh mein erstes Baby bekommen.
00:37:18: Er war noch nicht so mein Wunsch damals aber er war dann da weil Gott das ja wahrscheinlich so bestimmt hat für uns.
00:37:24: Ich war ja verheiratet und hatte eine gute Ehe und deswegen musste ich ein bisschen um wiegegehen, aber für mich war ... die Arbeit mit Kindern, Menschen total wichtig.
00:37:36: Und ich habe mich dann auch weiterentwickelt und weitergebildet.
00:37:42: Wie ich schon gesagt habe, habe ich ja sehr früh schon die Mitleitung vom Kindergarten übernommen und mich aber auch noch psychologisch weitergebildet und eine Therapieausbildung dazu gemacht.
00:37:56: Ich habe siebenunddreißig Jahre die Kita mit geleitet die pädagogisches Konzept entwickelt, von dem ich selbst begeistert bin.
00:38:06: Ich bin jetzt weiter in Arbeit als Familienzentrumkoordinatorin, wo ich Projekte überlege und sie ins Leben rufe und sie mitbegleite.
00:38:20: Das ist ein ganz neues Gebiet.
00:38:22: Und doch ist es alles zusammen das was ich schon immer erlebt habe.
00:38:29: noch mal ganz kreativ in eine andere Richtung sein darf, was ich auch gut finde und dass ich jetzt einfach mehr Zeit habe.
00:38:39: Und mich nicht voll in einen Kita investieren muss.
00:38:45: Wenn ich jetzt mal als Laie rangehe, hab' ich immer die Vorstellung gehabt ok spring's Kind in den Kindergarten und die Erzieherin spielen den ganzen Tag und beschäftigen die Basteln gehen raus auf dem Spielplatz oder wie auch immer.
00:38:57: und nun Aber in der Realität ist es ja so, dass viel mehr daran hängt.
00:39:03: Genauso wie in anderen Berufen auch.
00:39:05: Dass man oft von außen gar keinen richtigen Einblick hat.
00:39:09: aber jetzt mal so ganz ohne Filter.
00:39:12: Du sprichst ja auch über Kita-Leitung.
00:39:15: Wie sieht ein Alltag da ganz praktisch aus?
00:39:18: Gibt es da viel Bürokratie?
00:39:21: Wie du sagst, Konzepte ausarbeiten und nun ist das ähnlich wie beim Lehrer der das dann teilweise noch in der Freizeit macht.
00:39:27: oder was kannst du dazu sagen?
00:39:31: Es hat sich ja im Laufe meiner siebenunddreißig Jahre Arbeit total verändert.
00:39:37: Früher war es so dass auch eine Leitung bei den Kindern viel war Und die letzte Jahre ist es aber so Dass die Leitungen sehr viel im Büro verbringen mit Schreibkram, Beantwortung von E-Mails, Entwicklungen, Konzepten.
00:40:00: Das nimmt einen ganz großen Teil des Lebens ein.
00:40:05: also eben die Bürojob und die Arbeit aber bei Kindern oder Meetingkindern war mir total wichtig.
00:40:13: Und ich habe ja gesagt zum besonderen Konzept Ich hab mich sehr früh entschieden in einer evangelischen Kinder Tagestätte zu arbeiten.
00:40:23: Warum?
00:40:24: Weil ich immer ein Stückchen vom Glauben den Kinder näher bringen wollte und da habe in der evangelischen Kita auch mein Freiraum dazu.
00:40:35: Natürlich hab' ich mit pädagogisches Konzept entwickelt, was für mich einfach ein ganz tolles Konzept war.
00:40:43: Da will ich aber jetzt nicht mehr eingehen weil das würde sehr viel Zeit beanspruchen.
00:40:50: zu der Religionspädagogik in der Kita möchte ich trotzdem dazu sagen, also ich habe den Kindern sehr früh schon beigebracht eben nicht nur die auswendig gelernte Gebete sonderfrei zu beden.
00:41:05: Und was ich faszinierend fand für was die Kinder beten wenn sie frei beden für was sie Gott danken und ich sage mir Egal wie ihr Leben dann später aussieht oder weitergeht, ich weiß eins.
00:41:20: Dass sie haben gelernt wenn mal irgendwas überhaupt nicht weiter geht zu gutzukommen und mit ihm zu reden.
00:41:30: das habe ich denen immer wieder gesagt.
00:41:32: wir haben immer einmal im Monat Gottesdienst gefeiert Und für Weihnachten und andere Feste waren sie tolle Themen ausgearbeitet und Gottesdienst entwickelt, wo wir auch Eltern mitnehmen konnten.
00:41:48: Das war mir in meiner Arbeit total wichtig, mein Glauben zu leben.
00:41:53: Wenn ich von einer Mutter oder von Eltern gehört habe, dass ich nicht nur für die Kinder, sondern auch für sie als Eltern eine vertrauensvolle Person war, dann weiß ich ... in vielen Situationen richtig gehandelt habe.
00:42:15: Ich finde, in einer Einrichtung wenn man arbeitet sind drei Sachen entscheidet.
00:42:21: das ist immer ein Rat wo du stehst als Pädagoge wo Eltern stehen und das Kind Und wenn irgendwas durchgeschnitten ist kann das Rad nicht rollen und dann kann man auch für die Kinder für die Eltern und sich selbst keine gute Arbeit leisten.
00:42:41: Das war mir immer wichtig in meinem pädagogischen Beruf, in meiner pädagogischen Arbeit und ist auch jetzt so geblieben.
00:42:50: Du hast ja auch viel mit Erzieherinnen natürlich zu tun gehabt?
00:42:54: Und was mich mal so interessieren würde – Was unterschätzen die meisten an diesem Beruf komplett?
00:43:00: Sie unterschätzen oft die Verantwortung.
00:43:03: Es ist ja nicht nur die Arbeit mit Kindern es ist auch der Arbeit mit Eltern.
00:43:11: Wir in unserem Beruf haben gemerkt, dass die letzten Jahre sehr herausfordernd sind für die Eltern.
00:43:19: Fast bei allen Kindern sind die Eltern beide berufstätig und wenn Kinder oder die Eltern mit den Kindern in eine schwierige Situation kommen und sie Erziehungsprobleme haben dann fragen Sie den Google was er antworten würde.
00:43:38: Sie versuchen ihre Kinder nach irgendeiner Pädagogik zu erziehen, die sie selbst nicht verstanden haben.
00:43:46: Und viele Eltern haben auch totale Schwierigkeiten durch die ganze Medien, die überall angeboten werden, die Kinder zu erzielen.
00:43:57: und jetzt muss einer erzählen den Eltern wieder auf den Weg bringen was braucht ein Kind?
00:44:08: Und auch die Herausforderung ist, jeden Tag mit den Kindern zu arbeiten.
00:44:13: Man begleitet die Kinder ein kurzes Stück und bei den Kindern passiert gerade von null bis sechs die größte Entwicklung ihres Lebens.
00:44:23: Sie dürfen in der größten Entwicklung ihses Lebens die Kinder begleiten, die Kinder zu formen oder die Kinder Resilienzen mitzugeben... Und die Kinder auch eine Bestätigung für ihr Dasein zu geben.
00:44:41: Das ist eine sehr, sehr große Verantwortung und Herausforderung.
00:44:48: Wenn man sein Herz da abgibt, dann kann man sehr viel investieren und auch sehr viel verändern.
00:44:57: Was bringt dich oder brachte dich in deinem Beruf an deine Grenzen?
00:45:07: Wieder mal Menschen!
00:45:09: Wieder mal eher in Auseinandersetzungen mit Menschen, Auseinsatzungen mit Leitungen.
00:45:18: Das brachte mich an die Grenze aber niemals die Arbeit mit Kindern.
00:45:24: Ich habe auch mit schwer behinderten Kindern gearbeitet und Integration reingebracht in die Einrichtung und die auch weiter begleitet Und das war ganz oft herausfordernd.
00:45:43: Aber am Ende, wenn die Kinder gegangen sind und ich gesehen habe dass ein Kind vielleicht mit sechs seine erste Schritte gegangen ist oder mit sechs ein schwer autistisches kind angefangen hat zu reden.
00:46:00: Das war dann wo ich sagen konnte Boah es war hammer.
00:46:06: Und deswegen sage ich auch allen, die diesen Beruf ergreifen wollen.
00:46:12: Es ist mehr als nur mit Kindern zu spielen aber auch im Spielen mit Kinder erleben die Kinder eine Entwicklung.
00:46:21: also es gibt bei den Kindern nicht nur spielen weil spielen ist für die Kinder Arbeit und eine Entwicklung.
00:46:29: Sind das die Dinge, die dich tief erfüllen in deinem Beruf?
00:46:33: oder denkst noch ein was anderes?
00:46:34: wenn ich dir so die Frage stelle?
00:46:36: Ich arbeite ja nicht mehr in der Kindertagesstätte, aber es hat mich immer erfüllt.
00:46:42: Es war auch ein sehr großer Abschiedsschmerz und ich habe als mein Abschied von der Kinder mir einen Benefizkonzert überlegt das zugunsten einer Kinderstation vergiss man nicht in der Ukraine Gehen sollte, ich hatte eine ukranische Band.
00:47:06: Der Sitz von ihr ist in Bickenbach in der Baptistienkirche dort organisiert und die haben ja meine Veranstaltung, die in der Kirche stattfand in der evangelischen Kirche mitbegleitet und es war einfach cool und es auch super dass sich eine größere Summe an diese Kinderstation vergisst man nicht weitergeben konnte, weil Gott hat mich mit allem Reich gesegnet.
00:47:37: Ich habe ein wunderschönes Zuhause.
00:47:39: Ich hab zwei erwachsene Söhne.
00:47:41: Übrigens ist einer davon Psychologe geworden und darf jetzt so mein Traum leben?
00:47:50: Genau!
00:47:53: Dein Glaube spielte oder spielt ja in deinen Berufen eine konkrete Rolle oder eine wichtige Rolle.
00:47:59: hast du ja schon erzählt und hast vielleicht so ein, zwei Beispiele wie du da ganz klar Werte gelebt hast ohne viel darüber zu reden.
00:48:10: Oder dich vielleicht auch in schwierigen Situationen wie du dich da einfach verhalten hast?
00:48:17: Meine Kollegen wissen oder wussten, dass ich an Gott glaube und das nicht nur an Gott glaube indem ich das sage oder den Kindern was erzähle.
00:48:30: Sie haben es glaube ich auch schon gemerkt wenn wir zum Beispiel uns jeden Freitag zum Singen getroffen haben, dass sich immer für die Kinder eine kleine Geschichte parat hatte, die ich ihnen erzählt habe.
00:48:43: sie haben auch zu meinem Glauben auch immer wieder Fragen gestellt.
00:48:49: Und ich kann mich genau an eine Erzieherin erinnern, die mit ihrem Leben so ja an die Grenze gekommen ist und gar nicht weiter wusste.
00:49:00: Sie ist dann zu mir gekommen und hat gedacht Ich kann irgendwie helfen aber für mich war in dem Moment total schwierig.
00:49:06: Es war schön dass sie zu mir gegangen ist weil sie wusste das ich ein Gott habe an den ich glaube.
00:49:12: Aber für mich als ihre Chefin Sie seh solgerisch begleiten war für mich einfach zu schwer und ich verwies sie einer Seelsorgerin, die ich sehr gut kannte.
00:49:27: Und sie hat mit ihr eine Seelsorgerszeit gehabt und am Ende hat sie sich entschieden Christus sein.
00:49:35: und jetzt ist sie in meiner Gemeinde, konnte ich mir früher nie vorstellen und erlebt da ihr volles Zuhause.
00:49:46: So kann Gott wirken bei deinem Arbeitsplatz.
00:49:51: Dass er dir einfach, wenn du das lebst was du sein möchtest, einfach vorlebst nicht viel redest oder sagst guck mal oder das machen oder dass einfach nur du selbst bist und von innen drin diese Liebe weiter gibst dann wirkt Gott.
00:50:15: Da musst du nicht viel tun oder sagen, du kannst es vorleben.
00:50:21: Und das ist mein Ziel immer egal wo ich mich befinde einfach
00:50:27: vorzuleben.".
00:50:29: Ich finde es interessant dass du mir manchmal schon die Fragen beantwortest bevor ich sie stelle aber ich möchte nur mal zurück auf die Kinder eingehen.
00:50:36: was können wir von Kindern über den Glauben lernen?
00:50:39: Was machen die intuitiv richtig was wir als Erwachsener auch wieder verlieren?
00:50:46: Kinder sind ehrlich und Kinder glauben auch.
00:50:52: Und wenn sie gerade in der Entwicklung von null bis sechs sind, sie hinterfragen nicht.
00:50:58: Sie glauben einfach was man ihnen sagt und deswegen ist es auch wichtig als Erwachsene genau zu wissen, was sage ich den Kindern?
00:51:07: Was bringe ich Ihnen bei?
00:51:09: Da kann man vor den Kindern ganz viel lernen.
00:51:17: Wenn sie beten, dann meinen Sie es auch so.
00:51:20: Dann versuchen die nicht mit schönen Wörtern, mit schöner Floskeln, kurz näher zu kommen.
00:51:27: Die sagen einfach so wie es auf ihrem Herzen ist und ich glaube da können wir sehr viel lernen.
00:51:37: Einfach zu sagen, ich will so glauben wie du!
00:51:45: Ich will das so annehmen.
00:51:49: Da habe ich schon ganz viele Sachen von den Kindern auch wirklich gelernt, wo ich dachte, ihr könnt es daran glauben.
00:51:58: Ich habe gebetet für eine Familie die keine Kinder bekommen konnten und das habe ich mit einem kleinen Mädchen gebeten.
00:52:09: Und dann haben wir das immer wieder gemacht.
00:52:12: Dann habe ich zwischendurch gesagt, es wäre so traurig wenn sie kein Baby bekommt.
00:52:19: Und dann sagt das Mädchen zu mir, warum glaubst du es eigentlich nicht dass es ein Baby kommt?
00:52:24: Du hast es doch gebetet!
00:52:26: Das Baby wird kommen Sie wird ein Baby bekommen weil sie sich das sehr wünscht und weil wir ja dafür gebeten haben... ...und was ist passiert?
00:52:37: Diese Familie, die haben jetzt einen Kind, sie haben ihr Baby Und ich habe viel gebetet, aber bei mir waren immer wieder so die Zweifel.
00:52:49: Was ist wenn es nicht klappt?
00:52:51: Ich habe gesehen wie verzweifelt die Familie gerade die Mama war.
00:52:56: Aber dieses Mädchen hat mir gesagt hey!
00:52:58: Wenn du betest dann wird das passieren.
00:53:01: Glaub doch dran wo kann man mehr lernen als bei Kindern.
00:53:06: Ich wollte grad sagen gab es Begegnungen mit Kindern Die die selbst verändert haben, oder war das vielleicht schon so eine Situation?
00:53:14: Das war einer von den ganz vielen.
00:53:17: Weil Kinder verändern einem ständig was sie sagen wie sie meinen.
00:53:23: ich habe letztens drei Kinder eingeladen.
00:53:27: denen geht es nicht so gut sind finanziell ja Alleinstehende Mama und kommen nur so im Grobstern, den fehlt ganz viel.
00:53:36: Und sie leben auch in einer viel zu kleiner Wohnung für drei Kinder.
00:53:42: Ich habe ja viel mit Kindern erlebt, dass du mit ihnen was Schönes machst und dann gehen Sie nach Hause – das war es!
00:53:50: Aber diese drei Kinder sind dann zu mir gekommen und haben sich für diesen schönen Tag, den wir im Tierpark verbracht haben bedankt.
00:54:00: Die haben gesagt Danke, dass ihr mit uns sowas Schönes macht.
00:54:07: Da lernt man einfach danke zu sagen.
00:54:11: Danke, das es uns so gut geht!
00:54:14: Wie oft sagen wir Gott, danke, dass wir genug zu essen haben ein schönes Zuhause haben viel zu selten oder?
00:54:23: Aber diese drei Kinder die haben sich bedankt weil sie ausnahmsweise in ihrem Leben mal einen einen wunderschönen Tag erleben dürfte.
00:54:35: Und was tolles ist bei diesen drei Kindern, durch Freunde sind sie in eine Gemeinde gekommen, in einer Kinderstunde wo sie jetzt im Kinderkurs singen regelmäßig in die Kinderstunden gehen und das ganz coole ist dass ihre Mama ihr komplettes Leben verändert hat.
00:55:02: Drogen spielen in ihrem Leben keine Rolle mehr und die Große davon sagte zu mir, unser Leben ist jetzt ganz anders geworden.
00:55:15: Ist das nicht wunderbar?
00:55:17: Durch Kinder können sich Familien verändern.
00:55:21: Amen!
00:55:23: Glaube in Aktion.
00:55:26: ich springe es nochmal zurück wir hatten sehr schon Hilfstransporte in die Ukraine oder dass er wieder in die Ukraine fahrt, oder gefahren sei und daraus sogar ein Verein entstanden ist.
00:55:39: Wie kam es dazu, dass ihr in die Ukrainer gefahren seid?
00:55:42: Oder dass du in die ukraine gefahren bist!
00:55:44: Wenn ich richtig eine Erinnerung habe war da wieder dein Mann Vorreiter.
00:55:51: Ja genau man kommt aus kirgistan und will in deutschland ankommen.
00:55:57: Man kämpft sich durch und kann sagen Ich bin in Deutschland angekommen hier ist mein Zuhause.
00:56:05: Ich liebe die deutschen Menschen.
00:56:07: Ich habe viele Freunde, ich habe eigentlich fast mehr deutsche Freunde als vielleicht indonesische und habe eigentlich gar keine Freunde, die jetzt aus den servietischen Republiken kommen.
00:56:26: Das Leben hat sich einfach ein bisschen anders entwickelt aber in der Gemeinde in Hepenei wo wir mit Benni gegangen sind, wo unser Zuhause war und wir unsere Rollranger Arbeit gemacht haben, beide.
00:56:43: Und bei den Rollrangern gibt es einen Abzeichen d.h.
00:56:46: Ranger im Diensteinsatz Reit – und man kann den Reit, den drei Sterne Reit machen aber den muss man in einem anderen Land machen!
00:57:01: Und so ist mein wunderbarer Mann auf die Idee gekommen Mit diesem einen Mann, der immer wieder Hilfsküter in die Ukraine gebracht hat.
00:57:11: Mal eine Reise zu unternehmen mit den Jugendlichen aus Deutschland.
00:57:18: Ich wusste dass er immer wieder sowas erwähnt hat aber das habe ich gar nicht ernst genommen.
00:57:24: Aber mein Mann hat es ernst genommen.
00:57:27: Er hat diesen Mann Benjamin hieß dann gefragt ob er uns mal mitnehmen würde oder ob er für uns ein Projekt hat.
00:57:36: Und dann zeigte er ja, ein städtisches Kinderheim Internat für schwererziehbare Kinder Für Kinder die schon einiges durchgemacht haben in ihrem Leben und er kennt die Leitung von diesem Heim.
00:57:54: Das würde echt für uns cooles Projekt sein.
00:57:57: Ja das war für meinen Mann so ein Stichwort Das machen wir.
00:58:03: Und dann sprach es ganz offiziell bei mir an und ich sagte, nee, niemals.
00:58:11: So was mache ich nicht!
00:58:12: Ich fahre doch noch mal darunter.
00:58:15: Ich freue mich, dass das alles hinter mir gelassen hat.
00:58:19: Doch dann dieser wunderbare Gott, der wusste genau wie er mich überzeugen kann.
00:58:27: Eines Tages war ich im Gottesdienst und dann kommt der Benjamin Mit einer Frau, Ludmila zu mir und erzählt.
00:58:40: Mein russischer mittlerweile war auch nicht mehr das Beste aber es ging noch dass das die Ludmile von dem Kinderheim die Leitung ist Und sie sich freut dass wir kommen wollen.
00:58:55: Ich war geschockt.
00:58:57: Kommen wir?
00:59:00: Aber mein Mann hat jetzt schon die Arbeit geleistet.
00:59:03: Er hat gesagt, dass wir
00:59:04: kommen.".
00:59:06: Und dann habe ich gesagt ja ok, ich lade sie mal in die Mitarbeiterbesprechung ein.
00:59:11: und ich wusste die Mitarbeiter werden sagen ne, zu einer Aktion machen wir nicht.
00:59:17: Unser Stamm ist noch nicht so viele Jahre im Leben und wir haben andere Projekte und ich hab sie eingeladen.
00:59:24: und unser Stamm und die Mitarbeiter haben gesagt cool Idee!
00:59:30: Wir fahren.
00:59:32: Und das war Januar.
00:59:35: Im April machte Maria die Unterlagen für ein Visa, man bräuchte noch einen Visa.
00:59:43: So ist der Starm Heppenheim mit zehn Leuten und vier Autos Kleinbusse, die Hälfte gepackt Mit Teilnehmer, die hälfte mit Hilfskütern in Richtung Ukraine gefahren Und die Grenzen waren schon so hart.
01:00:03: Es gab in Polen eine Grenze, und es gab auch eine Grenz in der Ukraine.
01:00:08: Darüber zu kommen hätte ich Tausend Zeugnisse unterwegs.
01:00:15: Nach diesen vielen Stunden – wir waren bis zu vierunddreißig Stunden manchmal unterwegs – kam der Gedanke, warum machst du das eigentlich?
01:00:25: Wieso bist du nicht in deinem Schönen zu Hause und genießt die Zeit da?
01:00:29: Warum machst Du
01:00:30: das?".
01:00:32: Und dann kommt eine jugendliche Marie und macht eine Kassette.
01:00:38: Wer von euch weiß schon, was eine Kasselle ist, macht eine Cassette an und da kommt ein Lied.
01:00:45: Es ist nicht umsonst Was du im Namen Gottes tust.
01:00:51: es wird nicht verloren.
01:00:54: Es geht nichts verloren was du tust.
01:00:57: und dieses nix verloren war auf einmal in meinem Kopf so eingebrannt, dass ich gesagt habe es wird nicht verloren gehen.
01:01:07: Und so sind wir in die Ukraine zum ersten Mal gefahren.
01:01:12: ja als wir da ankamen liefen mir die Tränen weil ich hatte ein Gefühl Ich bin auf dem Weg von meinen Vorfahren von meiner Ur-Oma die da ein Zuhause aufgebaut hat.
01:01:24: viele Emotionen und dann die Anfung in einem Kinderheim.
01:01:33: Einfach nur schrecklich.
01:01:37: Es geht nichts verloren, wenn sich Leben so verschenkt.
01:01:40: Kann das sein?
01:01:41: Das
01:01:41: war das Lied ja...
01:01:44: Was hast du dort erlebt?
01:01:45: und was hat dich verändert?
01:01:47: oder mir dass es dich verändert?
01:01:50: Ja der Gedanke war er, dass nicht nur wir helfen sondern auch unsere Jugendliche die wir mitgenommen haben, die fünfzehn Jahre alt waren, dass sie auch sich verändern.
01:02:02: Was wir da gesehen haben, übertrifft alles.
01:02:07: Betten, wo das Laden los bis nach unten hängen.
01:02:11: Matratzen die so dreckig waren dass man es kaum fassen kann.
01:02:19: Bettzeug was man nicht mehr Bettzeug nennen konnte.
01:02:23: Kinder die mit einem schwarzen Stock abends ins Bett gebracht wurden.
01:02:31: Es war einfach zu schlimm.
01:02:35: Einmal im Monat gab es Duschen.
01:02:39: Ja, die Kinder wurden in Keller.
01:02:41: Ob sie gezwungen wurden oder nicht, sie mussten da in Keller.
01:02:45: Dann wurde die gemeinsamen Dusche angemacht und die konnte man nicht einfach aus- oder anmachen.
01:02:52: Das Wasser kam dann von irgendeiner Zentrale Und alle Kinder durften dann da duschen.
01:03:02: Alle Toiletten
01:03:04: hatten...
01:03:05: Türen, aber die Schlösser waren kaputt.
01:03:09: und ja da wurde man nicht einmal überrascht von anderen.
01:03:16: Aber das machte den dann überhaupt nichts mehr aus!
01:03:20: Wir haben Kinder mit Kretze gesehen wo ihre Strumpfhose eingewachsen war und wo keiner geguckt hat dass sie frische Hose, frische Kleiderhand hatten.
01:03:31: wir haben die Kinder dort angezogen, den Kleider gegeben mit dem Workshops gemacht.
01:03:39: Waffeln gebacken Spiele gemacht und als wir beim ersten mal zurückgefahren sind dann lief so ein sehr hübscher Junge uns nach und sagte Kommt wieder vergisst uns nicht Bitte kommt wieder.
01:04:01: Und so sind wir Jahr für Jahr dahin gefahren und gemerkt haben, hier braucht man mehr.
01:04:10: Wir haben in Deutschland ein Verein gegründet.
01:04:14: Vergiss mich nicht!
01:04:16: Kann man googeln?
01:04:19: Und der Sitz ist jetzt in Erzhausen, langener Erzhause und habe in der Ukraine ein Haus gekauft, besser gesagt zwei Häuser im Doppelthaus haben es ausgebaut und jetzt ist das eine Kinderstation.
01:04:40: In der Ukraine heißt sie Niesabutka, in Deutschland vergiss man nicht.
01:04:46: Und wir tragen diese Arbeit nicht mehr als RoRanger, sondern dieser Verein vergisst man nicht, sorgt dafür, dass genug Geld einkommt, dass wir immer wieder Spender bekommen.
01:05:02: Ja, wir führen immer wieder auch Aktionen durch wo wir ein bisschen Geld sammeln.
01:05:08: Und es ist eine sehr große Arbeit entstanden.
01:05:11: Wir haben mittlerweile sechs Mitarbeiter oder ich muss kurz mal nachzählen Ich glaube das sind sechs.
01:05:20: Zwei davon sind wieder nach Deutschland zurückgekehrt.
01:05:25: Einer war Deutsche und hat in der Ukraine einen ukrainischen Mann geheiratet Genau.
01:05:33: Und jetzt auch, wo Krieg ist, existiert diese Kinderstation auch und im Moment machen wir auch sehr viel Hilfe für Flüchtlinge die aus dem Ostern in die West-Ukraine kommen.
01:05:47: Die dürfen sich immer Pakete abholen mit Lebensmitteln.
01:05:54: Ich erinnere mich an die eine oder andere Fahrt und als du eben so aufgezählt hast wie es vor Ort ist ich weiß noch an dem einen oder anderen Wandteppisch, oder Bettvorleger konnte sie die Eier von unge... was auch immer es war zählen.
01:06:12: Wenn du dich zu fest zugeschmissen hast, ist der verputzt von der Decke gefallen.
01:06:18: Die Klarscheiben in den Fenstern waren nur mit Nägeln festgemacht wenn's windig war.
01:06:23: Die haben geklappert.
01:06:24: und ja, die manche Kinder hatten noch nie als wir so eine Dusche eingebaut haben ... wo so ein Rindsaal ein warmes Wasser rauskam.
01:06:34: Die haben noch nie ... ... Warmwasser erlebt, also es waren nicht nur ... ... vierunddreißig Stunden, ich glaube die längste Fahrt war mal ... ... sechsundvierzig Stunden... ... wo unterwegs Buse kaputt ging.
01:06:45: und nun ... ... es waren eigentlich manchmal echt richtige Himmelfahrtskommande ... ... und das erste Mal, wo wir aufgewacht sind als man an anderer Transport gefahren ist,... ... wo damals drei oder vier Menschen ums Leben kamen.
01:06:58: Und man dann auch mal darüber nachgedacht hat die Dinge.... Anders zum Managen oder anders drüber zu fahren.
01:07:06: Ja, größten Respekt und der Verein vergisst man nicht.
01:07:13: Kann da gern mal googeln was die alles machen oder auch unterstützen?
01:07:17: Ich glaube die suchen immer wieder Mitarbeiter und Helfer.
01:07:21: freue Hände die Aktion an Weihnachten, oder?
01:07:25: Ja!
01:07:27: Hundert Päckchen für Ivanishi mittlerweile kommen tausend Päckschen an Und wir schicken auch regelmäßig.
01:07:35: Hilfsgüter rüber, jetzt Ende Mai wird wieder ein Lastwagen gehen und wir brauchen immer wieder Menschen die sagen ich bitte mal drei Stunden an um einen Lastwagen zu packen.
01:07:49: Aus Erzhausen kommen ganz viele auch ältere Menschen und wer cool.
01:07:54: also meine Trommvorstellung wären dann ganz viele junge Leute kommen den Lastwagen-Rückzug beladen.
01:08:02: Es verändert nicht nur junge Menschen, es verändert uns alle.
01:08:09: Das hat uns verändert und wir haben auch erlebt wie es junge Menschen verändert.
01:08:15: Dass sie erkennen dass das nicht selbstverständlich ist dreimal am Tag was zu essen auf dem Tisch zu haben oder eine Bleibe im Haus, in einer Wohnung ein eigenes Zimmer, Kleider und so.
01:08:26: Also es hat viele zum Nachdenken angeregt zu schätzen, so wissen was man hat.
01:08:32: Was man besitzt und was echt nicht selbstverständlich ist.
01:08:36: Ja und jetzt Krieg ist eine große Belastung für das Land und die Mitarbeiter.
01:08:46: Das ist unvorstellbar.
01:08:50: Sie sagen zwar haben sich an Zeränen gewohnt aber ich war in der Kriegszeit einmal dort Und schon alleine, wenn man reinfährt ist es eine ganz merkwürdige Atmosphäre und ich lag in der Kinderstation.
01:09:09: Wir haben oben so ein großes Zimmer wo die Kinder sich treffen können spielen können und wir haben auch eine Wohnung für Freiwillige.
01:09:20: also wenn der Krieg mal vorbei ist kleine Werbung Man kann bei uns freiwilligen Dienst machen.
01:09:27: Zur Zeit ist die Arbeit natürlich eingestellt und ich schlag da im Zimmer.
01:09:32: Und ich konnte nicht schlafen, weil ich dachte wenn die Sirene jetzt losgeht was machst du?
01:09:38: Weil unsere Kinderstation hat kein Keller!
01:09:42: Du musst dann zu irgendjemand in den Keller laufen oder du sagst einfach Ich warte hier und wenn es mein Ende ist das mein Ende.
01:09:52: ganz Blöde Gedanken, aber die hatte ich.
01:09:55: Und ich habe wirklich die ganze Nacht nicht geschlafen und gedacht vielleicht geht die Sirene jetzt an?
01:10:01: Und manchmal ... An manchen Tagen ist es ja dauer.
01:10:06: Ja!
01:10:07: Wenn man so hört sechs Stunden kein Licht, keinen Strom.
01:10:13: was bedeutet kein Licht , kein Strom?
01:10:15: Es ist nicht nur das Licht.
01:10:16: Man konnte hier ins Bett gehen Aber auch der Kühlschrank geht dann nicht.
01:10:21: Und das ganze Essen, was man vielleicht nächsten Tag für die Kinderstation verbrauchen möchte, geht teilweise kaputt.
01:10:31: Es ist nicht alles nur einfach so aber auch kleine Sachen, die wir da tun und machen, machen wir von hier oder die Mitarbeiter von dort.
01:10:45: Ich kann nur sagen ich kann zu jedem Thema, zu jeder Lebenslage Einsatz benutzen und der heißt, mein Gott ist größer.
01:10:56: Größer als...
01:10:59: Amen!
01:11:00: Vorhin hatte ich ein Gedanke oder eine Geschichte, daran wurde ich erinnert eben.
01:11:09: Und zwar manchmal steckt man in Situationen und weiß nicht warum und checkt auch nicht um was es geht.
01:11:17: und fiel mir die Geschichte ein von Saul, der von Samuel zum König, zum ersten König von Israel gesault wurde.
01:11:27: und die Geschichte begann damit dass seinem Vater Kishen die Esel weggelaufen sind.
01:11:34: Und Saul wurde losgeschickt mit dem Knecht um diese Esel zu suchen und zu finden wieder nach Hause zu bringen.
01:11:43: Und jetzt endlich sind sie losgelaufen, kurze Rede sind Sie haben die Ese nicht gefunden und der Knitzen ... und Saul wollte nach Hause gehen.
01:11:51: und der knitsch sagt lass uns doch in dieser Stadt gehen.
01:11:55: Da ist ein Seer namens Samuel, lass uns doch da hingehen und den fragen wir haben doch schon noch ein bisschen Geld das geben ja ihm.
01:12:01: vielleicht kann der uns helfen.
01:12:02: wenn nicht gehen wir zurück und Saul hat sich darauf eingelassen.
01:12:06: sie gingen hinein in die Stadt und dann wurde er zum König gesalbt was ich ganz interessant finde.
01:12:17: da gibt es die Stelle wo Samuel zu einem Wirt geht hol dieses Fleisch, was ich dir vor drei Tagen gesagt habe.
01:12:25: Dass du zurücklegen sollst.
01:12:28: und der Saul ist unterwegs Und er blickt überhaupt nicht um was es ging.
01:12:33: Es ging nie um die Esel sondern um ihn von A nach B zu bringen.
01:12:37: und selbst in der ganzen Zeit Erkennen wir vielleicht wenn wir selbst in so einer Situation sind.
01:12:42: Wir wissen gar nicht um das geht.
01:12:44: es geht vielleicht um etwas ganz anderes und Selbst da ist Gott voll in der Kontrolle und sagt schon jemand anderem hey Nimm das Fleisch, geh zu dem wir jetzt sage ihm.
01:12:55: Er sollte es vielleicht zurücklegen er ist die ganze Zeit dabei.
01:12:58: Er ist die ganzen Zeit drin.
01:12:59: und wenn du irgendwo in der Situation bist wo du vielleicht nicht checkst um was es gerade geht oder was passiert?
01:13:06: Es geht vielleicht nicht darum um das was du grad siehst sondern um etwas viel größeres oder dich von A nach B zu bringen.
01:13:13: Und wie du vorhin erzählt hast ich hab dich darin gesehen es geht manchmal nicht darum Um das, was gerade passiert.
01:13:20: Sondern um dich von A nach B zu bringen oder deinen Charakter zu schleifen... ...oder an einen Ort zu bringen wo schon etwas viel größeres vorbereitet wird.. ..oder kommen wird und was wir noch gar nicht sehen oder erkennen.
01:13:35: Und Gott ist mit dem Boot, Gott ist im Spiel und hat alles in der Kontrolle.
01:13:38: Ich finde es so wahnsinnig diese Geschichte die hat mir so viel gespielt.
01:13:42: Wenn ich irgendwo mal nicht verstehe was hier gerade passiert dann weiß ich Es hatten Sinn.
01:13:49: Und ja, ich versuch zu erkennen und frage Gott was hast du gerade vor?
01:13:53: Geht es darum wie schon gesagt mein Charakter zu schleifen mich von A nach B zu bringen.
01:13:58: Vielleicht geht's gar nicht um das was ich gerade erkenne oder sehe oder um die Esel wie bei Saul.
01:14:04: Dein Weg war aber nicht nur von steigen geprägt.
01:14:08: Richtig!
01:14:08: Oder positiven Momenten?
01:14:10: Es gab ja auch schwere Momente in deinem Leben.
01:14:14: Ja...es gab schwere momente.
01:14:16: Ich habe ja vorhin kurz dann erzählt auch.
01:14:22: Die schwerste Momente waren mein erster Moment, wo plötzlich unerwartet mit erst dreiundvierzig Jahren der einzige Bruder den in Europa lebte von meinem Mann gestorben war.
01:14:41: Er trainiert für einen Marathonlauf in Belgien und ist im Wald umgefallen und ist gestorban.
01:14:49: Wir haben den Anruf bekommen und ich glaube das nicht.
01:14:55: Er war mein bester Freund, der war immer für uns da.
01:15:01: Er hat in unseren schweren Zeiten wo wir beide noch nicht im Beruf standen und schon das Kind hatten uns finanziell geholfen und er war einfach ein wunderbarer Mensch Keine Rorengerarbeit gemacht.
01:15:23: Ich hatte aber die Kinderstunde Arbeit, hat ich gemacht und damals hat dieser Mann auch mein Leben mit geprägt und er hat mir immer gesagt, Maria versuche immer über den Tellerrand zu schauen.
01:15:43: Versuch immer für alle Menschen da zu sein egal aus welchem Land sie kommen oder welche Notion sie haben.
01:15:52: Er hat so viel Werte mir weitergegeben und dann war er plötzlich nicht da von heute auf morgen.
01:16:02: Ich konnte den Sinn seines Todes absolut nicht verstehen, das war für mich einfach unmöglich.
01:16:12: In meiner Rorengerzeit haben wir mit meinem Mann vorübergehend drei Kinder aufgenommen die eine schlimme Situation zu Hause erlebten.
01:16:24: Die Eltern kamen aus einem anderen Land.
01:16:26: Der Vater schoss die Mutter an, es war Brutalität zu Hause.
01:16:32: Die Mutter lag schwer verletzt im Krankenhaus der Papa bei dem Gefängnis und wir haben mit meinem Mann diese drei Kinder aufgenommen.
01:16:40: Und das war nicht einfach nur so, dass man sie aufgenommen hat.
01:16:45: Das zweite Mädchen ... Das hatte jede Nacht ins Bett gemacht und die Sachen versteckt.
01:16:53: Wenn sie dann in der Schule war, musste ich die Sachen suchen waschen.
01:16:57: Der Junge war komplett unerzogen.
01:17:01: Sie kannten keine Tischmanieren kein Benehmen zu Hause.
01:17:05: Null.
01:17:06: und eine lustige Geschichte.
01:17:08: Ich war ja berufstätig.
01:17:09: eines Tages komme ich nach Hause Und da steht der Junge Vor der Tür mit einem Wäschekrock, mit Klamotten und ich frage, wohin gehst du?
01:17:19: Sagt er.
01:17:20: Der Natanayel, das ist mein Sohn, hat uns rausgeschmissen.
01:17:25: Und habe gesagt so, du gehst jetzt wieder zurück, ich klär das.
01:17:29: Natanaya war selbst im Jugendlichen Alter und ich sag was hast Du dann gemacht?
01:17:34: Und er sagt Ich hab den zu Essen gemacht.
01:17:37: aber die sind so unmöglich und dankbar benehmen sich nicht.
01:17:43: Ich habe die einfach hier rausquartiert.
01:17:46: Wir sind hier kein Wohnheim für alle.
01:17:49: und dann hab ich gesagt, Nathanae das ist mein Haus und ich bestimme viel erlebt und darüber können wir
01:17:56: reden.".
01:17:57: Und da sind sie natürlich wieder eingezogen.
01:18:00: und man merkt aus dieser Geschichte dass meine Kinder manchmal auch unser Leben still mit meinem Mann mittragen mussten.
01:18:08: ja aber es hat sich nicht negativ verändert Auf keinen Fall.
01:18:13: Und ich weiß sogar, dass du Thomas meinen jüngeren Sohn manchmal mitgenommen hast zum Eisessen wenn du gesehen hast das bei uns zu Hause einfach zu viel los war.
01:18:26: Ja und ja die andere Geschichte ist wir haben uns auch um Kinder aus unserer Verwandtschaft gekümmert.
01:18:35: Ich will drauf nicht ganz nah eingehen aber da haben wir auch vom Missbrauch und am Ende CIOZIT erlebt.
01:18:45: Und wenn man an einem Grab von einem, drehenzwanzigjährigen sehr hübschen hochintelligenten Junge steht... ...und das nicht versteht warum es passiert ist dann denke ich weiß man von was man redet dass es nicht nur so ganz ganz leichte Lebens Wege waren, sondern auch wirklich sehr, sehr schwerer.
01:19:23: Die mich in meinem Leben noch mal sehr verändert haben.
01:19:28: Schwere Momente im Leben wie der Tod deines Spargas oder wie du jetzt berichtet hast andere Dinge die in deiner Familie passiert sind.
01:19:43: hat das was mit deinen Glauben
01:19:44: gemacht?
01:19:45: Es gab im GlaubEN So ein kleiner, wie so eine Lebung.
01:19:55: Aber ich kann nur sagen die war dann ganz kurz weil... Ich in meinem Gedanken hatte Gott du weißt es!
01:20:07: Du siehst das und du hilfst!
01:20:10: Du weißt dass du siehst es und du weisst warum?
01:20:15: Und wenn man sagt Das ich für die Trauer Für die tiefe Trauer mehr als sechs Jahre gebraucht habe und viel geweint habe, aber auch immer wieder den Trost bei Gott gefunden habe.
01:20:35: Ich sage mal eins ich hab keine Ahnung wo ich jetzt wäre wenn ich Gott nicht hätte dann werde vielleicht ein geknickter Mensch der am Boden ist und sagt wozu das alles?
01:20:56: Aber es bin ich nicht.
01:20:57: Ich schaue nach vorne und es gibt immer wieder neue Projekte für mich, neue Gedanken für mich.
01:21:05: Und ganz viele neue Menschen die in meinem Leben dazugekommen sind, die mich bereichern.
01:21:10: Ich habe mich jetzt gerade um eine Familie gekümmert, die nach Deutschland auswandern und die hatten überhaupt keine Möbel, gar nichts!
01:21:20: Der Papa ist schon hier, arbeitet sehr viel... Die Familie kommt jetzt Anfang Juni.
01:21:26: Ich habe ein Riesenauto-Sitze ausgebaut und gebrauchte Möbel gekauft, Küche, Leute gefunden, die es einbauen.
01:21:34: Und ich kann sagen jetzt... Die Wohnung sieht so schön aus!
01:21:39: Ja vielleicht haben wir für alles zusammen bitte nicht erschrecken aber höchstens, tausend achthundert Euro gebraucht Aber wirklich für alles.
01:21:47: und wenn ihr euch vorstellt auch irgend welches zusammengewürfelter Kram dann muss ich euch enttäuschen.
01:21:55: Also die Wohnung sieht schöner aus mit ganz, ganz viel Geschmack und Stil.
01:22:00: Und durch wunderbare Begegnungen mit Menschen, wo wir die Möbel abgeholt haben... Ich freue mich schon wenn im Juni die Kinder kommen und die neu anfangen müssen hier und es denen vielleicht genauso schlecht gehen wird wie mir damals.
01:22:17: aber sie kommen nicht in eine Einzimmerwohnung sondern in einer Dreizimmerwohnung In der Nähe von mir, in einem wunderschönen Zimmer, darauf freue ich mich.
01:22:29: Und das breitet mich und mir ist es dann auch egal, wenn ich auch ein bisschen selbst investiere... Ich bin gesund!
01:22:37: Ich kann schwere Möbel schleppen und ich habe viele Freunde.
01:22:42: Wow, ich hab gerade an die Menschen gedacht, die vielleicht in so einer schwierigen Situation gerade stehen wie du standest mit deinem Schwager Neffen.
01:22:55: Was kannst du vielleicht den Menschen mit auf dem Weg geben?
01:23:00: Nicht aufgeben.
01:23:02: Trauer ist genehm, die hatte ich auch.
01:23:06: Aber einen Satz immer wieder benutzen und benutze ich sehr oft mein Gottesgröße.
01:23:14: Größer als mein Leid, größer als das was auf mich zukommt, größter als das, was ich erlebt habe.
01:23:22: Es gibt nicht nach hinten schauen es gibt aber nach vorne schauen und aus jeder Situation das Beste zu machen, weil ich möchte nicht auf einer Couch legen und sitzen und sagen dann irgendwann meines Wohnungsbares super aufgeräumt.
01:23:46: Alles war klasse!
01:23:47: Ich hatte das beste Porzellanen auf dem Tisch.
01:23:51: Nein, das möchte ich nicht.
01:23:52: Ich wünsche mir zu sagen Gott du hast... Meine Talente, meine Gaben für dich genutzt.
01:24:03: Ich danke dir dafür.
01:24:06: Amen!
01:24:09: Zwei Fragen noch?
01:24:10: Was sollten Menschen über Gott verstehen die ihn noch nicht kennen?
01:24:17: Wowo ich fange mit dem größten an.
01:24:19: natürlich hat Gott einen ganz tollen Charakter habe ich gerade heute früh gelesen.
01:24:25: aber ich möchte mit einem einzigen Wort Liebe was du gemacht hast, was du es tun wirst.
01:24:40: Erleb dich einfach wie du bist und wenn du diese Liebe begreist dann werden alle schwere Situationen auch wenn du die nicht verstehst, die habe ich auch nicht immer verstanden, werden nichts zu etwas ganz Schwerem sondern werden etwas leichter
01:25:01: sein.".
01:25:03: Eine letzte Frage.
01:25:05: vielleicht haben wir sie ja schon beantwortet aber Ein junger Mann kam mal ganz spontan auf mich zu und hat mich gefragt, was ich ihm als älterer Mensch erfahrener Christ ihm jungen Menschen auf den Weg mitgeben könnte.
01:25:24: Woran er sich orientieren kann, woran er festhalten kann oder auch wenn er Entscheidungen treffen muss, sich daran orientieren können?
01:25:33: Was würdest du ihm sagen?
01:25:35: Ich würde ihm sagen, was ist dein Ziel im Leben?
01:25:41: Wohin willst Du?
01:25:43: Und dann würde ich ihm sagen, überprüfe dein Ziel und habe keine Angst den Weg zu gehen.
01:25:53: Auch wenn du dem im Moment nicht siehst, habe das Ziel vor Augen.
01:25:59: Gott kennt deinen Herz und er weiß was bei dir innen drin vorgeht.
01:26:05: Er wird dich dabei begleiten, er wird dich führen und am Ende wirst Du sagen Das war richtig.
01:26:16: Ich kann nicht sagen, dass da immer nur ein gerade Weg sein wird.
01:26:21: Vielleicht musst du auch manchmal Umwege gehen vielleicht ihre Wege gehen, vielleicht andere Wege Aber das Ziel darfst du nicht verlieren.
01:26:33: Danke!
01:26:34: Vielen lieben Dank Maria.
01:26:36: Es ist nicht selbstverständlich Dass Du dich so tief geöffnet hast, dass wir so tief in dein Leben hineinschauen dürfen.
01:26:48: Wünsche mir einfach, dass der Herr dich weiter segnet.
01:26:50: Dich weiter gebraucht dir viel Kraft gibt Dass du gesund bleibst und das was du bist durch Christus Liebe immer wieder weitergeben kannst Und viel kraft hast andere Menschen zu dienen und sägen zu sein für sie einfach da zu sein.
01:27:08: Amen Danke, dass Du heute bei Jesus dabei warst.
01:27:15: Ich weiß nicht was Du persönlich aus dieser Folge mitgenommen hast.
01:27:19: Vielleicht ein Gedanken, vielleicht Hoffnung.
01:27:23: Vielleicht auch einfach das Gefühl verstanden zu werden.
01:27:26: Wir haben heute viel über Liebe gesprochen und manchmal reicht unser Wortschatz gar nicht aus um wirklich zu beschreiben was Liebe eigentlich ist.
01:27:37: Oft finden wir nicht die richtigen Worte für das was wir tief im Herzen spüren oder sagen möchten.
01:27:43: Ich kenne Maria schon viele Jahre Und was ich immer an ihr gesehen habe und wertgeschätzt habe, ist ihre echte Liebe für Mitmenschen.
01:27:52: Nicht perfekt nicht gespielt sondern ehrlich und tief!
01:27:56: Und nein, ich möchte sie nicht auf ein Protest stellen aber Ihre Geschichte ist für mich ein Zeugnis davon das Jesus in einem Menschen verändern kann... ...was Gott neu machen kann.
01:28:08: Wenn wir durch Menschen wie Maria etwas sehen dürfen dann nicht Sie selbst im Mittelpunkt sondern Jesus durch sie.
01:28:15: Genau auf ihn wollen wir hinweisen, denn in der Bibel heißt es, siehe ich mache alles neu.
01:28:21: Und vielleicht ist genau das auch heute eine Einladung zu glauben dass Jesus auch in deinem Leben Neues entstehen lassen kann!
01:28:29: Wenn dir die Folge gefallen hat dann abonnier gern den Podcast und teile diese Folge mit jemanden für den Sie heute genau das Richtige sein können.
01:28:40: Mach es am besten direkt und jetzt bevor der Moment verstreicht Bis zur nächsten Folge bei Jesus.
01:28:48: Ich bin Thomas, mach's gut und Gottes Segen dir!
Neuer Kommentar